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Gesundheitskrisen

Werden wir immer panischer?

Das Bekanntwerden der Aids-Erkrankung vor 40 Jahren schürte die Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung.
Das Bekanntwerden der Aids-Erkrankung vor 40 Jahren schürte die Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung.Getty Images
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Grippe, Krebs, Aids, Infektionen: Die Medizingeschichte kennt immer wieder gesellschaftliche Panikzustände und Schuldzuweisungen durch Krankheitswellen.

Liest man alte Umfragen, wonach die Österreicher ein eher optimistisches Bild von der Zukunft entwarfen, kann man nur lächeln. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Bei den Ängsten und Phobien waren übrigens damals wie heute Krankheiten auf den vordersten Plätzen. 42 Prozent gaben zuletzt an, dass sie sich vor einer möglichen Krebserkrankung fürchten, früher waren es 65 Prozent, erst auf Platz zwei folgt die Covid-19-Infektion, dann psychische Leiden.

Lebensbedrohliche Krankheiten als Hauptängste – das war auch vor 40 Jahren nicht anders, als man erstmals von Aids erfuhr. Diese Ängste scheinen überhaupt ein universales und zeitloses Phänomen zu sein, zu allen Zeiten und an allen Orten. Was aber noch gar nichts damit zu tun hat, wie aufgeregt das Thema im öffentlichen Leben diskutiert wird und welche Bedrohungen in privater Kommunikation und in Medien imaginiert werden. Auch Ängste haben Konjunkturverläufe.