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Industrie

Stellantis und Foxconn wollen flexible Halbleiter entwickeln

"Mit Foxconn wollen wir vier Chip-Familien schaffen, die mehr als 80 Prozent unseres Halbleiterbedarfs abdecken“, sagt der Chef des Autokonzerns Stellantis.

Der Automobilhersteller Stellantis und der Zuliefererkonzern Foxconn werden zusammenarbeiten, um neue flexible Halbleiter für die Automobilindustrie zu entwickeln und zu verkaufen. Die beiden Unternehmen haben eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet. Die Partnerschaft wird die Initiativen von Stellantis unterstützen, neue Halbleiter zu entwickeln, die speziell für Stellantis-Fahrzeuge gebaut werden.

Die Partnerschaft wurde im Rahmen des "Stellantis Software Day" bekanntgegeben, auf dem das Unternehmen "Stla Brain" vorstellte, eine neue Software, die 2024 auf den vier Stellantis-Plattformen für batterieelektrische Fahrzeuge eingeführt werden soll.

"Unsere Transformation in Sachen Software wird von hervorragenden Partnern aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Spezialisierungen vorangetrieben", sagte Carlos Tavares, CEO von Stellantis am Dienstag. "Mit Foxconn wollen wir vier Chip-Familien schaffen, die mehr als 80 Prozent unseres Halbleiterbedarfs abdecken und dazu beitragen, unsere Komponenten deutlich zu modernisieren, die Komplexität zu verringern und die Lieferkette zu vereinfachen. Dadurch werden wir auch in der Lage sein, schneller zu innovieren und Produkte und Dienstleistungen in einem höheren Tempo zu entwickeln", so Tavares.

Im Mai hatten Stellantis und Foxconn die Gründung des Joint Ventures "Mobile Drive" angekündigt, das auf die Entwicklung intelligenter Cockpit-Lösungen abzielt. Das Konglomerat Foxconn mit Sitz in Taiwan ist vor allem als Apple-Zulieferer bekannt, will aber zunehmend auch in den Automobilbereich vordringen.

Stellantis geht davon aus, bis 2026 einen Jahresumsatz von rund vier Milliarden Euro und bis 2030 von rund 20 Mrd. Euro zu erzielen, die aus softwaregestützten Produktangeboten stammen. Der Konzern will 30 Mrd. Euro bis 2025 in die Elektrifizierung seiner Marken sowie die Software-Herstellung investieren. Stellantis war Anfang 2021 aus der Fusion von PSA und Fiat-Chrysler hervorgegangen.

(APA)