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Wien

Wissenschaftsfonds FWF verlässt "Haus der Forschung"

Übersiedelt wegen Platzproblemen mit Jahresbeginn 2023 in die ehemalige Postsparkasse.

Vor 15 Jahren wurde in Wien-Alsergrund für die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, den Wissenschaftsfonds FWF und weitere Institutionen das "Haus der Forschung" gebaut. Doch das 2006 bezogene Gebäude platzt aus allen Nähten, weshalb der primär Grundlagenforschung fördernde FWF mit Anfang 2023 in das historische Gebäude der Postsparkasse übersiedeln wird. Der Mietvertrag zwischen FWF und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wurde nun unterzeichnet.

Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FWF werden in einem Jahr in revitalisierte Büroräume im Jugendstilgebäude am Georg-Coch-Platz in Wien-Innere Stadt übersiedeln. Mit den ihr zur Verfügung stehenden rund 3.000 Quadratmetern löst die Förderagentur das aktuelle Platzproblem ihrer Geschäftsstelle. Der Umzug mache die Neuausrichtung der Postsparkasse hin zu einem Standort für Wissenschaft, Forschung und Kunst komplett, heißt es Dienstag Nachmittag in einer Aussendung von FWF und BIG.

"Mit dem neuen Standort sind die Weichen gestellt, um den wachsenden Förderbedarf von Österreichs Grundlagenforschung auch in Zukunft als Drittmittelgeber bewältigen zu können", erklärte FWF-Präsident Christof Gattringer. Für BIG-Chef Hans-Peter Weiss wird mit dem FWF das Spektrum der Mieter erweitert, was besondere Synergien schaffe. Durch die Form der künftigen Nutzung bleibe die Postsparkasse als architektonisch bedeutendes Gebäude einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Die Postsparkasse wurde zwischen 1904 und 1912 nach Plänen des Jugendstil-Architekten Otto Wagner errichtet. Besitzer der Liegenschaft ist die Firma Signa Prime Selection um Immobilieninvestor Rene Benko, die BIG hat 2019 einen Baurechtsvertrag für die Nutzung abgeschlossen. Neue Mieter sind Universitäten und Forschungseinrichtungen: Die Universität für angewandte Kunst hat ihre Fläche von 8.400 Quadratmetern schon fast vollständig besiedelt, das Grazer Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung ist mit einer Wien-Dependance eingezogen. Erst vergangene Woche hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Mitvertrag für knapp 16.000 Quadratmeter in der Postsparkasse unterzeichnet. Sie wird größter Mieter in dem 40.000 Quadratmeter Gesamtgebäudefläche umfassenden Baujuwel. Auch die Universität Linz hat Flächen angemietet und mit dem MAK - Museum für angewandte Kunst laufen Gespräche darüber.

(APA)