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Mind Change

Immer offenere Unternehmenskultur

Die Coronakrise brachte viele Frauen dazu, über ihr berufliches Dasein gründlich nachzudenken. Viele nutzten diese Chance, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.(c) Getty Images
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Die Statistik zeigt, dass Frauen in der heimischen Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle einnehmen und ihre beruflichen Visionen realisieren.

Eine Entwicklung macht wirklich Hoffnung: Die heranwachsende Generation gibt sich deutlich weltoffener als vorangegangene. Übernimmt der Nachwuchs einen Betrieb, stehen sie für eine moderne Unternehmenskultur, in der Diversität gelebt wird. Klassische Rollenbilder fallen weg. Was zählt, sind Leistung und Talent. Dass sich die Zeit wandelt, lässt sich auch an der zunehmend gender­gerechteren Sprache feststellen, die allmählich zur Gewohnheit wird.

Hemmschwelle sinkt

Bis Gleichberechtigung in der Wirtschaft aber tatsächlich zur Selbstverständlichkeit wird, bedarf es noch sehr viel Engagement vonseiten der Politik und den verschiedensten Akteuren. Einerseits müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit es insbesondere für Frauen leichter wird, ins Unternehmertum einzusteigen. Andererseits braucht es gegenwärtig auch umfangreiche Motivations- und Unterstützungsmaßnahmen, um vor allem den weiblichen Unternehmergeist breiter zu wecken und vielen Frauen die Scheu vor Entrepreneurship zu nehmen.

Wie gelingt das? Zum Beispiel mit einem Angebot an Unternehmens- und Gründungsberatungen sowie Workshops zu den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Ganz wichtig ist aber auch, die vielfältigen Leistungen von Unternehmerinnen einem breiten Publikum zugänglich zu machen und Best Practices vor den Vorhang zu holen. Der Unternehmerinnen Award leistet einen wertvollen Beitrag, um diese Effekte zu erzielen.

Die „eigene“ Chefin sein

Dass die Wegrichtung stimmt, zeigt die Statistik. Die Wirtschaftskammer analysiert zum Beispiel regelmäßig die heimische Unternehmenslandschaft.

Zwei Besonderheiten stechen dabei besonders hervor: Dass Frauen zunehmend in Führungspositionen vordringen, aber vor allem auch, dass der Schritt ins Unternehmertum immer früher gewagt wird. Das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer sinkt. Immer mehr Frauen trauen sich den Schritt in die Selbständigkeit mit ihrer Ideen zu – und es ist erfreulich, dass die Krise dem keinen Abbruch getan hat. Laut Umfrage der WKO sind eine flexible Zeit- und Lebensgestaltung sowie der Wunsch die „eigene“ Chefin zu sein, die größten Motivationsfaktoren.

Apropos Statistik: Während der Frauenanteil bei den Unternehmerinnen steigt, klettert er bei Vorstandsbesetzungen in börsennotierten Unternehmen nur zaghaft an. So liegt die Frauenquote bei Vorstandsmitgliedern von Unternehmen des Wiener Börse Index bei knapp neun Prozent.

Auf den Punkt

„Unternehmerinnen schaffen Arbeitsplätze, bringen Vielfalt in den Wirtschaftsstandort und stärken unsere Regionen. Die Teilnehmerinnen am Unternehmerinnen AWARD beweisen, was mit Ehrgeiz und Leidenschaft zu erreichen ist.“ Margit Angerlehner, Landesvorsitzende FiW Oberösterreich(c) Hermann Wakolbinger
„Starke Frauen in der Wirtschaft stärken den Wirtschaftsstandort Österreichs enorm. Der Unternehmerinnen AWARD holt die unternehmerischen Leistungen vor den Vorhang und zeigt auf, wie Herausforderungen auch in Krisenzeiten gemeistert werden können.“ Vera Sares, Landesvorsitzende FiW Niederösterreich

Information

Eine Medienkooperation von „Die Presse“ mit Frau in der Wirtschaft (FiW) und finanzieller Unterstützung von DORDA Rechtsanwälte GmbH und Wiener  Städtische Versicherung.