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MVNO

Raiffeisen erweitert Geschäftsfeld und startet als Mobilfunker durch

Close up of tattooed young woman with headphones using cell phone model released Symbolfoto PUBLICA
imago images / Westend61
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Mit Raiffeisen Mobil betritt ein neuer Anbieter den bereits hart umkämpften Mobilfunkmarkt. Einmal mehr zeichnet Ventocom für die Konzeptionierung und Umsetzung verantwortlich.

Schön langsam könnte man den Überblick verlieren: Ein weiterer Mobilfunk-Anbieter will groß durchstarten. Raiffeisen bietet seinen Bankkunden jetzt unter seiner Marke eigene Handyverträge an. Für einen durchschlagenden Erfolg soll die Firma Ventocom sorgen, die auch schon hinter der Marke „Hot“ von Hofer steht. Ab Ende Februar startet „Raiffeisen Mobil“ mit drei Tarifen.

Knapp 40 Anbieter buhlen in Österreich um die Gunst der österreichischen Handykunden. Mit eigenen Vorwahlen, SIM-Karten, Tarifen werden teils enge Zielgruppen definiert. Sei es Rapid Mobil, das ebenfalls von Ventocom konzipiert wurde, oder kürzlich erst hinzugekommen Educom, dessen Angebote sich speziell an Schüler, Studierende und Lehrkräfte richtet. Raiffeisen Mobil richtet sich direkt an die eigenen Bankkonten. Pro Iban können SIM-Karten für insgesamt fünf Personen aktiviert werden, entweder online oder in einer der insgesamt 1900 Filialen.

Wie auch schon andere Konkurrenz-Produkte setzt Raiffeisen gemeinsam mit Ventocom auf günstige Tarife, die monatlich kündbar sind. Zudem werde keine Service- oder SIM-Pauschale verrechnet. Es gibt drei Tarife (S, M, L) mit jeweils 1000 Gesprächsminuten und 1000 SMS sowie 5 GB Datenvolumen um 4,90 Euro, 15 GB um 9,90 Euro und 25 GB um 14,90 Euro. Laut Ventocom-Chef Michael Krammer gibt es weder Servicepauschalen noch Aktivierungsgebühren oder Mindestbindungen, jeder 12. Monat ist gratis.

Möglich wird diese große Auswahl an Mobilfunkern durch den Zusammenschluss von Orange und Drei 2012. Danach gab es nur noch drei große Netzanbieter: A1 Telekom, Drei und Magenta (vormals T-Mobile). Die RTR stimmte diesem Merger zu, knüpfte aber eine Bedingung daran: Die Netzanbieter müssen ermöglichen, dass neue Anbieter sich ohne eigene Infrastruktur in die bestehenden Netze einmieten können. Die MVNOs waren geboren.

Ein Überblick über die Anbieter in Österreich. Die Presse, GK

Die Ventocom unter der Geschäftsführung von Michael Krammer hat schon einige große Projekte dieser Art erfolgreich aus dem Boden gehoben. Prominentestes Beispiel: „Hot“ von Lebensmitteldiskonter Hofer. Das wie auch künftig Raiffeisen Mobil im Netz von Magenta zuhause ist.

Für Mobilfunkkunden lohnt daher immer ein Blick hinter den Anbieter, um dann bei einem Netztest überprüfen zu können, welcher die beste Abdeckung bietet. Zwar sind alle drei Netzanbieter mittlerweile sehr zuverlässig, aber es gibt so manch unterschiedliche blinde Flecken, die sich damit leicht aufspüren lassen.

>>> RTR Netztest

(bagre)