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Die Bilanz

Drei große Krisen und kein brauchbarer Plan

Bloße „Marktbeobachtung“ durch „Expert:innenkomissionen“ hilft beim immer teurer werdenden Einkauf leider gar nichts.Getty Images
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Dafür, dass wir gleich drei Krisen gleichzeitig haben, agiert die Regierung reichlich lahm. Zeit, Prioritäten zu setzen.

Manchmal kommt es ganz dick: Wir stöhnen derzeit unter einer gewaltigen Inflation, gleichzeitig unter einer sehr ernsten Gasversorgungskrise und stehen vor den Trümmern der bisherigen Klimastrategie, deren Basis gerade rundum wegbröckelt. Das sieht nach Arbeit aus für eine Regierung, die sich auch als Krisenmanagement versteht.

Tatsächlich sind ja auch vereinzelt Aktivitäten zu bemerken: Der Finanzminister, dem die Inflation heuer und im kommenden Jahr einen niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag zusätzlich in die Kassen spülen wird – zumindest also das Doppelte der „Entlastung“ aus der kommenden „größten Steuerreform aller Zeiten“ – hat ja schon vor ein paar Wochen eine „Expert:innengruppe zur Beobachtung der Inflation“ eingerichtet und jetzt, nach einem neuerlichen ergebnislosen Gipfel mit den Sozialpartnern, noch eine Arbeitsgruppe draufgesetzt.

Nur: Solch typisch österreichische Scheinaktivitäten helfen leider niemandem beim immer teurer werdenden Einkauf. Und da und dort ein paar unters Volk geworfene Gutscheine auch nicht, zumal sich der Finanzminister das Geld über die Inflationsbesteuerung namens kalte Progression gleich mehrfach wieder zurückholt.