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Wien

Handbremse nicht angezogen: Sieben Verletzte bei schwerem Unfall von Wiener-Linien-Bus

Der Bus kam offenbar aufgrund der nicht angezogenen Feststellbremse ins Rollen.
Der Bus kam offenbar aufgrund der nicht angezogenen Feststellbremse ins Rollen.(c) APA (Tobias Steinmaurer)
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Zwei Erwachsene sollen schwer, mehrere Kinder leicht verletzt worden sein, als der Bus in Wien-Penzing gegen einen Baum prallte.

Ein schwerer Unfall mit einem Öffi-Bus hat sich am Dienstag gegen 8.00 Uhr in Wien-Penzing ereignet. "Der Lenker wollte in der Haltestelle in der Ulmenstraße eine defekte Tür im hinteren Bereich des Busses überprüfen. Laut ersten Analysen kam der Bus aufgrund der nicht angezogenen Feststellbremse ins Rollen", teilte Wiener-Linien-Sprecherin Lisa Schmid in einer Aussendung mit. Dies setzte eine Kette Zusammenstößen in Gang. Sieben Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.

Betroffen war ein Bus der Linie 52B, die von der Firma Blaguss geführt wird, wie die Wiener Linien weiters mitteilten. Der Bus rollte laut Berufsfeuerwehrsprecher Christian Feiler zufolge den Verlauf der abschüssigen Straße abwärts und "fuhr bei einer starken Kurve geradeaus weiter".

Trafo-Station beschädigt, Lkw beschädigt

Dabei sei das Fahrzeug zunächst gegen einen Baum und in weiterer Folge gegen eine Trafo-Station mit 10.000 Volt geprallt. Das Trafo-Häuschen sei stark beschädigt worden. Teile davon wurden gegen einen Lkw der MA 48 geschoben, der dort unterwegs war, berichtete Feiler.

Auch ein Lkw der MA 48 wurde beschädigt.
Auch ein Lkw der MA 48 wurde beschädigt.(c) APA (Tobias Steinmaurer)

Auch die Polizei gab in einer Aussendung am frühen Nachmittag weitere Details zum Unfallhergang bekannt: Der Lenker habe mit dem Linienbus bei einer Haltestelle gehalten und den Fahrgastwechsel durchgeführt. Als er Abfahren wollte, habe er bemerkt, dass die hintere Türe weiterhin offenstand. Der Lenker habe dann versucht, die Türe händisch zu schließen. Dann kam der Bus ins Rollen.

Insgesamt wurden bei dem Unfall laut Berufsrettung sieben Menschen verletzt. Sie wurden alle ins Krankenhaus gebracht. Eine circa 55-Jährige habe multiple Verletzungen erlitten und sei an Ort und Stelle notfallmedizinisch versorgt worden, berichtete Berufsrettungssprecher Andreas Huber. "Ihr Zustand ist kritisch. Sie wurde mit dem Wiener Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen." Eine etwa 45-Jährige erlitt Wirbelsäulenverletzungen.

Die fünf Leichtverletzten wurden von den Johannitern versorgt. Es handelte sich dabei laut Huber um Kinder bzw. Teenager im Alter zwischen acht und 18 Jahren. Sie erlitten Prellungen, Abschürfungen und Rissquetschwunden. Bei den Verletzten soll es sich allesamt um Businsassen handeln.

Betrieb der Linie 52B eingestellt

Die Wiener Linien betonten weiterführend, dass Sicherheit der Fahrgäste oberste Priorität habe. Derzeit liege der Fokus bei der Versorgung der verletzten Fahrgäste. "Parallel laufen die internen Recherchen und technischen Auswertungen auf Hochtouren, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Wir werden gemeinsam mit der Firma Blaguss alles tun, damit ein solcher Vorfall nicht wieder passiert."

Die Bergung des Busses sei zwar schon erfolgt, aber die Linie 52B bleibe weiterhin eingestellt, berichtete Wiener-Linien-Sprecherin Schmid am frühen Nachmittag. Grund sei, dass Bus derzeit noch an der Unfallstelle stehe und man auf den Abschleppdienst warte. "Solange kann dort kein anderer Bus fahren, weil die Straße so schmal ist", so Schmid.

Betroffen war ein Bus der Linie 52B.
Betroffen war ein Bus der Linie 52B.(c) APA (Tobias Steinmaurer)

(APA)