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Quergeschrieben

Was kann der ORF, was Private nicht können?

In der Schweiz und in Großbritannien wird wieder über den Sinn des öffentlich-rechtlichen TV diskutiert – das wäre auch bei uns überfällig.

Kriege und Krisen gelten als Zeiten, in denen öffentlich-rechtliche Medien unter Beweis stellen können, dass ihre Existenz nicht bloß eine Art Gewohnheitsrecht ist, sondern sie unverzichtbarer Teil der informatorischen Infrastruktur eines Landes sind, weil sie in ihrer Berichterstattung auf keine kommerziellen Interessen Rücksicht nehmen müssen und ihre vergleichsweise großen Netzwerke an Korrespondenten und Experten voll ausspielen können. In der Woche nach den 9/11-Anschlägen in den USA etwa hat der ORF gut gezeigt, was da geht.

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Legt man diese Kriterien an die Berichterstattung des ORF über den Ukraine-Krieg an, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Solide, aber ohneGlanzleistungen arbeitete die Anstalt ab, was abzuarbeiten war. Einzig Christian Wehrschütz zeigte immer wieder, dass auch öffentlich-rechtliches Fernsehen hervorragenden Journalismus kann, ansonsten nutzte der ORF seinen riesigen Apparat eher gediegen-unauffällig.