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Leitartikel

Wenn nach dem Sommer ein heiß-kalter Herbst kommt

FILE PHOTO: A natural gas flare on an oil well pad burns as the sun sets outside Watford City, North Dakota
Spätestens im kommenden Winter wird die Gasversorgung Europas wieder ein großes Thema sein.REUTERS
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Unsichere Energieversorgung, hohe Inflation und vielleicht eine Rückkehr der Pandemie. Die wirtschaftlichen Vorzeichen stehen mittelfristig auf Sturm.

Zuerst der Stopp der Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien. Nun die Unterbrechung einer Gasleitung in der Ukraine, die für den Transit nach Westeuropa genutzt wurde. Auch wenn die Ursachen und Hintergründe anders sind, wird das Gefühl der Unsicherheit über die Gasversorgung konstant stärker.

Bisher ist aber noch gar nichts passiert. Die Lieferungen kommen wie geplant. Die heimischen Speicher wurden seit ihrem Tiefststand im März sogar um rund 15 Prozentpunkte gefüllt und haben demnächst bereits ein Drittel ihrer Kapazität eingelagert. Dennoch ist die Gefahr groß, dass dem nicht so bleibt. Der nächste Stichtag steht Ende Mai an. Dann wird die Monatsrechnung der OMV an Gazprom fällig. Und dann muss die Zahlung so ablaufen, dass sie aus Sicht des Kreml in Rubel und aus Sicht von Brüssel in Euro erfolgt. An einer Konstruktion dafür wird gearbeitet. Ob sie gelingt, ist offen.