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Ungarn

Kroatien empört über „Putins Pudel“ Orbán

FILE PHOTO: Hungarian PM Orban speaks during news conference in Budapest
REUTERS
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Premier Viktor Orbán trauerte dem „weggenommenen“ Meereszugang nach und begründete so Ablehnung eines Ölembargos. Die Nachbarn an der Adria reagierten verstimmt.

Ungarns sorgfältig kultivierter Phantomschmerz über den Verlust der einstigen Größe und die „Wunde“ des über 100 Jahre alten Friedensvertrags von Trianon nervt die Nachbarn schon seit Jahren. Einen Sturm der Empörung hat die jüngste Selbstmitleidattacke von Ungarns Premier Viktor Orbán im Adria-Staat Kroatien ausgelöst: Mit Ungarns Verlust des „weggenommenen“ Meereszugangs hat der russophile Fidesz-Chef seine Ablehnung eines Ölembargos gegen Russland begründet.
Für andere EU-Staaten, die über Meereshäfen verfügten, sei es „viel leichter“, Erdöl mithilfe von Tankern zu importieren, hatte der Chef der nationalpopulistischen Fidesz-Partei in einem Interview mit dem staatlichen Kossuth-Radio geklagt: „Wir würden auch über Häfen verfügen, wenn sie uns nicht weggenommen worden wären.“
Auf Empörung stoßen Orbáns Äußerungen in Kroatien. Als „Putins Pudel“ und „hochmütigen Narren“ bezeichnet der Kommentator des Webportals „index.hr“ den Fidesz-Chef.