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Tourismus

Ansturm nach Pandemie: Italiens Strände werden teurer

Strand in Italien
Strand in ItalienAPA/AFP/ BACINO GRANDE/FABRIZIO
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Rund 3500 Kilometer Strände hat Italien - und das lässt sich das Land bezahlen: Für Liegen und Schirme müssen Urlauber circa fünf Prozent mehr ausgeben als 2021.

Sommer, Sonne und das blaue Mittelmeer: Das ist für viele der pure Italien-Traum. Rund 3500 Kilometer Strände hat Italien, doch sie werden in diesem Sommer teurer als in den vergangenen Jahren. Wegen des erwarteten Tourismusansturms nach zwei Jahren Pandemie und der Inflation warnen Konsumentenschutzverbände vor teuren Stränden in Italien.

Für Liegen und Schirme werden Urlauber in Italien circa fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr ausgeben müssen. "Anders als in fast allen anderen Ländern der Welt werden die Strände in Italien immer teurer und immer weniger zugänglich", kritisierte der Konsumentenschutzverband Codacons. Mittlerweile verlangen die Strandbäder Durchschnittspreise von 15 bis 20 Euro Eintritt.

„Freie Strände“ bleiben erhalten

Für Monatsabonnements in den Strandanlagen liegen die Preise zwischen 500 und 700 Euro monatlich. Nur die "freien Strände", wo sich Sonnenhungrige auf einem Handtuch im Sand ausbreiten dürfen, sind weiterhin kostenlos. Diese liegen jedoch oft eng und eingequetscht zwischen zwei Badeanstalten und sind meist überfüllt.

Auch der Verzehr von Speisen und Getränken in den Strandbädern wird teurer, man rechnet mit durchschnittlichen Steigerungen von zehn Prozent. Nicht einmal der in Italien billige Espresso bleibt von den Verteuerungen ausgeschlossen. Zu diesen Ausgaben kommen noch die hohen Treibstoffkosten hinzu: Die Fahrt von der Stadt ans Meer wird in diesem Jahr deutlich kostspieliger.

Berücksichtigt man die Kosten für Transport, Miete für einen Sonnenschirm und zwei Liegestühle, Verpflegung und Parken, so wird eine Familie in diesem Jahr durchschnittlich 97 Euro für einen Tag am Meer ausgeben, mit einer durchschnittlichen Steigerung von zwölf Prozent gegenüber 2021, geht aus Schätzungen des Konsumentenschutzverbands Federconsumatori hervor.

Um mehr Gäste anzulocken, werden Italiens Badestrände nachts zur Diskothek. Nach Sonnenuntergang verwandeln sich die traditionellen Badeanstalten mit Liegen und Sonnenschirmen in lautstarke Tanzlokale. Es wird bis zum Morgengrauen gefeiert. House-Sound und lateinamerikanische Beats übertönen das Meeresrauschen.

(APA)