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Gesundheitsrisiko

Hitzewelle führt zu mehr Rettungseinsätzen

An Tagen mit extremer Hitze erhöht sich das Einsatzaufkommen um bis zu 20 Prozent.APA/HERBERT NEUBAUER
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Die typischen Notfälle sind Hitzekrämpfe, Hitzestau und Kreislaufkollaps. Das Wichtigste an sehr heißen Tagen ist, genügend zu trinken, meint der Bundesschulungsleiter des Samariterbundes.

In Österreich bleibt es auch in den kommenden Tagen weiterhin sehr heiß. Die anhaltende Hitze ist eine Herausforderung für den Körper. Schon in den vergangenen Tagen kam es nach Angaben von Michael Berger, Leiter der Rettungs- und Krankentransporte beim Samariterbund Wien, vermehrt zu Einsätzen, die auf das heiße Wetter zurückzuführen sind. "An Tagen mit extremer Hitze erhöht sich das Einsatzaufkommen um bis zu 20 Prozent", berichtet Berger.

Zu den typischen Notfällen im Sommer zählen zum Beispiel durch Flüssigkeitsverlust ausgelöste Hitzekrämpfe, Hitzestau und Kreislaufkollaps. „Vor allem ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, chronisch kranke Patienten, schwangere Frauen oder auch Personen, die im Freien arbeiten müssen, haben bei Temperaturen jenseits der 30 Grad oft mit Problemen zu kämpfen", warnt der Experte.

Am wichtigsten: Genügend trinken

Sportliche Personen sollten anstrengende körperliche Tätigkeiten in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. "Hitzewellen sind für vulnerable Personen eine ganz besonders große Herausforderung. Achten Sie daher bitte nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf Kinder und ältere Menschen in Ihrem Umfeld. Und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Nummer 144 einen Notruf abzusetzen", appellierte Jürgen Grassl, Bundesschulungsleiter des Samariterbundes.

Am wichtigsten ist es aber, genügend zu trinken. "Unser Körper verliert durch das Schwitzen viel Flüssigkeit - deswegen sollte man bei Hitze viel trinken, mindestens drei Liter am Tag. Zu empfehlen sind Leitungswasser, Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte", sagte Grassl. Besonders ältere Menschen verspüren oft weniger Durst und vergessen dadurch auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. "Motivieren Sie ältere Menschen, aber auch Kinder, zum Trinken und kontaktieren Sie alleinstehende Personen regelmäßig", appellierte Grassl. Getränke, die Alkohol, Zucker oder Koffein beinhalten, sollten vermieden werden.

Kopfbedeckung und luftige Kleidung

Wer kann, sollte sich tagsüber im Schatten oder in abgedunkelten Räumen aufhalten. Bei dringend notwendigen Tätigkeiten im Freien ist auf Sonnenschutz, Kopfbedeckung und luftige Kleidung, am besten aus Baumwolle, zu achten. "Besonders Kinder sollten auch im Wasser eine Kopfbedeckung tragen, um die Gefahr eines Sonnenstichs zu vermindern", rät der Samariter.

Auf gar keinen Fall dürfen Kinder oder Tiere in einem Auto zurückgelassen werden – auch nicht im Schatten bei leicht geöffnetem Fenster. Ein parkendes Auto heizt sich bei 30 Grad Außentemperatur innerhalb nur weniger Minuten auf bis zu 70 Grad auf.

(APA)