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Feuerwehreinsätze

Mehr als genug Helfer nach Unwetter in Kärnten

Schlammlawinen haben den kleinen Ort Treffen in Kärnten überrollt. Die Aufräumarbeiten werden noch mehrere Wochen dauern.
Schlammlawinen haben den kleinen Ort Treffen in Kärnten überrollt. Die Aufräumarbeiten werden noch mehrere Wochen dauern.APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Unwetter im Kärntner Gegendtal kamen voran. In der Steiermark, in Niederösterreich und in Wien führten Wind und Wetter erneut zu Einsätzen.

Nach dem schweren Unwetter mit Überflutungen und Vermurungen im Kärntner Gegendtal hat es am Samstag einen riesigen Ansturm an freiwilligen Helfern gegeben. Wie Polizeisprecherin Waltraud Dullnigg sagte, sei man sehr dankbar für die Hilfe von allen, die sich an den Aufräumarbeiten beteiligen wollen. Aber: "Es sind bereits so viele Leute im Gebiet, dass wir sie nicht mehr verbringen können. Der Einsatzraum ist gesättigt."

Es werde deshalb ersucht, dass man sich am Samstag nicht mehr auf den Weg nach Treffen machen soll, um zu helfen: "Wir bedanken uns wirklich herzlich und sind beeindruckt von der außerordentlich großen Motivation der Helfer. Aber die Aufräumarbeiten werden wohl noch mehrere Wochen dauern." Hilfe werde wohl auch dann noch benötigt, so Dullnigg, die auch auf das Spendenkonto der Gemeinde verwies - Informationen dazu gibt es auf www.treffen.at

Zivilschutzwarnung für Treffen aufgehoben

Am Samstagnachmittag wurde die Zivilschutzwarnung für die Gemeinde Treffen aufgehoben. Die Zivilschutzwarnungen waren seit Mittwoch in den frühen Morgenstunden aufrecht, die Bevölkerung wurde aufgerufen, nicht ins Freie zu gehen, es herrschte Lebensgefahr. 

Doch nicht nur im Einsatzgebiet, sondern auch an seinem Rand herrschte am Samstag Andrang: Wie die Polizei mitteilte, wurde die Töbringer Straße, die nach Treffen führt, zwischen der B94 und der B98 gesperrt - der Bereich wird immer wieder von Schaulustigen blockiert und damit würden die Aufräumarbeiten behindert.

Auch in Wien erhöhte Bereitschaft

Unwetter zogen auch über andere Teile Österreichs. In Wien ist es am Freitag wegen des Sturms zu vermehrten Einsätzen der Berufsfeuerwehr gekommen. Bis Mitternacht musste 293 Mal ausgerückt werden, berichtete Sprecher Christian Feiler. Davon wurden 140 Einsätze durch heftige Windböen ausgelöst. Um 20.00 Uhr wurde bei der Feuerwehr erhöhte Einsatzbereitschaft ausgelöst, die bis knapp 22.00 Uhr andauerte. Zwei Löschgruppen des Katastrophenhilfsdienstes waren in dieser Zeit zusätzlich im Einsatz.

In der Wolfgang-Schmälzl-Gasse in der Leopoldstadt musste etwa ein eingestürztes Gerüst drei Stunden lang gesichert werden. Es wurde laut Feiler mit mehreren Greifzügen wieder in die ursprüngliche Position gebracht um es dort zu fixieren.

In der Leopoldstadt musste ein eingestürztes Gerüst drei Stunden lang gesichert werden.
In der Leopoldstadt musste ein eingestürztes Gerüst drei Stunden lang gesichert werden.APA/STADT WIEN/FEUERWEHR

Auch das zur Eröffnung des Kultursommers geplante Prater-Picknick der Wiener Symphoniker fiel dem Sturm zum Opfer. Auf der Kaiserwiese vor der Kulisse des Riesenrades sollte es ein Gratis-Open-Air-Konzert geben. Es musste kurzfristig wegen des starken Windes abgesagt werden. 

Steirische Feuerwehren rückten zu 78 Einsätzen aus

Unwetter haben am Freitagnachmittag und in der Nacht auf Samstag auch die Feuerwehren in der Steiermark auf Trab gehalten. Am Nachmittag war eine Gewitterfront über Liezen gezogen, die Feuerwehren rückten aus, um überflutete Straßen freizubekommen und Keller auszupumpen. Allein im Stadtgebiet wurden 30 Unwettereinsätze verzeichnet, teilte der Landesfeuerwehrverband Steiermark mit.

Auch Bruck an der Mur und Graz-Umgebung waren von Starkregen betroffen, in der Nacht mussten in weiten Teilen der Steiermark Feuerwehren ausrücken und umgestürzte Bäume zur Seite räumen. Die Schwerpunkte lagen in den Bezirken Weiz, Fürstenfeld, Voitsberg und Hartberg, insgesamt wurden 78 Einsätze verzeichnet.

Aufräumarbeiten in der Steiermark.
Aufräumarbeiten in der Steiermark.APA/ST. LORENZEN/KF/THOMAS ZEILER

150 Unwettereinsätze in Niederösterreich

In Niederösterreich sind fast 2000 Helfer von Feuerwehren am späten Freitagabend zu rund 150 Unwettereinsätzen ausgerückt. Franz Resperger vom Landeskommando in Tulln berichtete von heftigen Sturmböen ebenso wie von intensiven Regenfällen. Betroffen waren vorwiegend die Bezirke Krems, St. Pölten und Baden. Verletzt wurde niemand.

Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h hatten laut dem Sprecher dazu geführt, dass Dutzende Bäume auf Strom - und Telefonleitungen gestürzt sind. Gleichzeitig sorgte heftiger Regen dafür, dass Straßen und Unterführungen überschwemmt wurden - so auch der Landhaustunnel in St. Pölten, der von der Feuerwehr ausgepumpt werden musste.

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(APA/Red.)