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Formel 1

Die Schreie des Ferrari-Stars

Leclerc, erneut draußen.
Leclerc, erneut draußen.APA/AFP/CHRISTOPHE SIMON
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Charles Leclerc ereilte das dritte Aus in dieser Saison, Max Verstappen erbte den Sieg in Frankreich. Und Lewis Hamilton feierte ein würdiges Jubiläum.

Le Castellet. „No!“, brüllte Charles Leclerc in den Boxenfunk. Aus der Poleposition war der Ferrari-Pilot in den Grand Prix von Frankreich gestartet, komfortabel hatte er danach das Feld angeführt. Doch in Runde 18 landete der Monegasse plötzlich im Reifenstapel von Le Castellet. „Ich habe im falschen Moment einen Fehler gemacht.“ Nach zwei Siegen zuletzt durch Carlos Sainz und Leclerc (in Spielberg) also wieder ein unnötiger Ferrari-Ausfall, für Leclerc der bereits dritte in dieser Saison.

So erbte Max Verstappen den Sieg in Frankreich und baute seine WM-Führung auf Leclerc auf 63 Punkte aus, ein Polster von mehr als zwei Siegen. „Pech für Charles, ich hoffe, er ist okay. Ich bin dann einfach mein Rennen gefahren“, meinte Verstappen.

Rekordweltmeister Lewis Hamilton beendete sein 300. Rennen auf Platz zwei, unmittelbar vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell, der im Finish noch Sergio Perez im Red Bull abgefangen hatte. Erstmals in dieser Saison landeten beide Silberpfeile auf dem Stockerl, für Hamilton war es nach schwierigem Saisonstart nun schon der vierte Podestplatz in Folge.

Der Brite, 37, ist nun der sechste Formel-1-Pilot, der die 300er-Marke geknackt hat. Allerdings: Keiner der bisherigen Fahrer hat nach dem Erreichen dieses Meilensteins je wieder einen Grand-Prix-Sieg feiern können. Fernando Alonso (345) ist neben Hamilton der einzige noch aktive Fahrer aus dem exklusiven Kreis, Rekordhalter ist Kimi Räikkönen (349), der Ende der vergangenen Saison zurückgetreten war.

Der letzte Grand Prix?

Die 2022er-Auflage könnte der vorerst letzte Grand Prix in Le Castellet gewesen sein. Der Vertrag mit den Veranstaltern läuft aus und dürfte nicht verlängert werden. Seit 2018 waren die Rennen meist zu langweilig, der weitläufige Kurs wurde als riesiger Parkplatz verspottet. Hinzu kommen die ehrgeizigen Expansionspläne der Formel 1, denen Frankreich zum Opfer fallen könnte, sollte es nicht zu einem Umzug nach Nizza kommen. Die wilden Pläne, dort einen neuen Stadtkurs zu bauen, erscheinen jedoch kurzfristig nicht sehr realistisch.

2023 kommt Las Vegas neu in den Kalender, zudem ist die Rückkehr nach Katar und wohl auch nach China vorgesehen, auch in Südafrika könnte wieder gefahren werden. Dafür steht unter anderem Le Castellet auf der Kippe. Mit einem Rennkalender für 2023 wird in den kommenden Wochen gerechnet. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2022)

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