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Quo vadis?

Neos: Das ewige Start-up will expandieren

Beate Meinl-Beate Meinl-Reisinger kennt auch in ihrem fünften Jahr an der Neos-Spitze keine Personaldebatten.
Beate Meinl-Reisinger kennt auch in ihrem fünften Jahr an der Neos-Spitze keine Personaldebatten.Jana Madzigon
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Für die Neos bricht am vorläufigen Zenit der Ära Meinl-Reisinger die zweite Dekade an. Sie soll auch im Bund endlich in Regierungsämter münden.

Auch heuer wird der erste Gast, der den Reigen der traditionellen Parteichef-Interviews in den ORF-„Sommergesprächen“ eröffnet, Beate Meinl-Reisinger heißen. Zum inzwischen fünften Mal wird sie am Montag dort als pinke Parteivorsitzende Platz nehmen. In diesem Jahr tut sie das am wohl vorläufigen Zenit ihrer Führungsperiode: Eine Dekade nach der Gründung stehen die Neos bei rund 10 Prozent. Manch Politologe sieht an dieser Marke das liberale Wählerpotenzial in Österreich bereits als ausgeschöpft an.

So weit, so bedeutungslos, könnte man meinen – nämlich solang sich das nicht in Regierungsverantwortung gießen lässt. Für die pinken Teenager-Jahre lautet demnach das klare Ziel, noch öfter mitzuregieren. Nach Wien und Salzburg auch in Tirol, wo am 25. September ein neuer Landtag gewählt wird. Und nach der Nationalratswahl 2024 – sollte sie nicht eher stattfinden – soll der Wechsel auf die Regierungsbank auch endlich im Bund gelingen. Die österreichische Ampel-Variante (SPÖ, Grüne, Neos) nennt die Neos-Chefin „Chance“. Interessiert wäre sie, wenig überraschend, in einer solchen vor allem am Bildungsministerium, allerdings auch immer mehr am Außenministerium, wie man sich im Regierungsviertel erzählt. Das sei auch naheliegend, gibt man in der Partei zu. „Wir sind die proeuropäischste aller Parteien“, sagt eine ranghohe Funktionärin. „Das würde durchaus Sinn machen.“