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Rohstoffe

Der Ölpreis wird in Wien gemacht

Archivbild: Mikhail Ulyanov, der russische Botschafter bei der Atomenergiebehörde Iaea, auf dem Weg zu Verhandlungen im Wiener Palais Coburg Anfang August.
Archivbild: Mikhail Ulyanov, der russische Botschafter bei der Atomenergiebehörde Iaea, auf dem Weg zu Verhandlungen im Wiener Palais Coburg Anfang August.APA/AFP/ALEX HALADA
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Die Atomverhandlungen mit dem Iran in Wien beeinflussen den Ölpreis. Aber auch Chinas stotternde Wirtschaft.

Wien. Es kommt nicht oft vor, dass die internationalen Finanzmärkte nach Wien blicken. Doch dieser Tage tun sie es und das mit wachsender Anspannung. Denn in Wien finden zurzeit die Atom-Verhandlungen mit dem Iran statt. Bekanntlich schickte der Iran am Dienstag seine Antwort auf den EU-Vertragsentwurf nach Brüssel. Nun wird eifrig nachverhandelt. Blickt man auf die Entwicklung des Ölpreises, dann scheinen die Märkte mit einer Annäherung zwischen dem Iran und den USA zu rechnen. Genährt werden diese Hoffnungen unter anderem von Aussagen des Generalsekretärs des Ölkartells Opec, Haitham al-Ghais. Er betonte, dass die Märkte das iranische Öl gut verkraften könnten.
„Es bestehen nach wie vor große Zweifel daran, dass das Abkommen zustande kommt, aber wenn es zustande kommt, könnte dies der Auslöser für eine weitere Abwärtsbewegung sein und den Preis vielleicht sogar auf ein Niveau bringen, das er seit der Zeit vor der Invasion nicht mehr gesehen hat“, schreibt Craig Erlam, leitender Marktanalyst bei Oanda, in seinem jüngsten Marktkommentar.

Nur wenn die Verhandlungen ein gutes Ende nehmen, könnte in naher Zukunft auch mehr Öl und Gas auf den Markt kommen. Vor allem für Europa, das bekanntlich verzweifelt nach Alternativen zum russischen Gas und Öl sucht, wäre das eine gute Nachricht.