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Tödliches Jahr

Weiterer Journalist auf offener Straße in Mexiko getötet

REUTERS
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Mexiko gilt nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" als eines der gefährlichsten Länder für Medienschaffende weltweit. Alleine in diesem Jahr sollen laut Menschenrechtsorganisation „Article 19“ 15 Journalisten getötet worden sein.

Im Süden von Mexiko ist erneut ein Journalist getötet worden. Fredid Román wurde in der Stadt Chilpancingo erschossen, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Guerrero am Montag mitteilte. Medienberichten zufolge feuerten die Angreifer von einem Motorrad aus auf sein Auto. Román arbeitete mehr als 35 Jahre als Journalist und schrieb zuletzt Kolumnen über Bildung und Politik.

Zuvor war Román Direktor der von ihm gegründeten Zeitung "La Realidad", die mittlerweile nicht mehr erscheint.

Gefährliches Land für Journalisten

2022 ist bereits jetzt eines der gefährlichsten Jahre für Medienvertreter in Mexiko. Vor weniger als einer Woche war der Journalist Juan Arjón im Nordwesten Mexikos getötet worden. Bis dahin verzeichnete die Regierung zwölf getötete Medienvertreter. Die Medien-Organisation Article 19 zählte mindestens 14 Todesopfer - eine Rekordzahl für ein einziges Jahr.

Mexiko war nach Angaben von Reporter ohne Grenzen schon 2021 zum dritten Mal in Folge das weltweit gefährlichste Land für Journalisten mit sieben Toten. Oft stecken Drogenkartelle oder korrupte Lokalpolitiker hinter der Gewalt.

(APA/dpa)