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Wirtschaft

OeNB-Vize Haber: Risiken für Finanzsektor werden weiter steigen

Archivbild von Gottfried Haber.
Archivbild von Gottfried Haber.Die Presse/Clemens Fabry
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Banken müssen auf ihre Kapitalausstattung achten, mahnt Haber. Rezessionsentwicklungen seien durchaus möglich.

Trotz einer noch insgesamt guten konjunkturellen "Großwetterlage" sieht der Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Gottfried Haber, weiter wachsende Risiken für den heimischen Finanzsektor. Zwar seien die Kapitalausstattung der Banken sowie die konjunkturellen Kennzahlen noch solide, die Aussichten trüben sich allerdings zunehmend ein. Rezessionsentwicklungen seien durchaus möglich.

"Alles hängt davon ab wie sich die Rohstoffzenarien und die Energieszenarien entwickeln", sagte Haber in einer Rede auf der FMA-Aufsichtskonferenz. Hinzu kommt, dass anders als in der Coronakrise in der derzeitigen Lage kein großer "rebound", also keine Erholung, in Sicht sei. "Wir haben durch die geopolitischen Entwicklungen einen Wohlstandsverlust erlitten, der nicht mehr so leicht aufzuholen ist", so Haber weiter.

Wichtig sei nun in geld- sowie in fiskalpolitischer Hinsicht, die richtige Balance zu finden zwischen der Bekämpfung einer hohen Inflation und der Erhaltung der Kaufkraft der Bevölkerung ohne die Wirtschaft abzuwürgen. Um steigenden Zins- und Kreditrisiken entgegenzuwirken, müssten Banken zudem auf ihre derzeit gute Kapitalausstattung achten, so Haber weiter. Denn auch das Image sei wichtig. Solange Österreich von der Wahrnehmung, dass das Land zu einem der stabilsten Finanzsektoren gehört, profitieren kann, könne man auch billige Refinanzierungskosten nutzen.

(APA)