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Zwei Menschen, ein Ziel: der Wunsch nach einem Kind. Das Internet bietet neue Wege, ihn zu erfüllen.
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Moraltheologie

Co-Parenting: Wenn aus Freundschaft eine Familie wird

Die Sehnsucht nach einem Kind ist groß, aber die Partnerin oder der Partner fehlt? Zu neuen Formen der Familienplanung und dazu, wie es den Beteiligten damit geht, gibt es jetzt erste empirische Befunde.

Als die Moraltheologin Angelika Walser das erste Mal im Zuge ihrer Forschung zu Reproduktionstechnologie auf Websites surfte, die an Familiengründung interessierte Menschen zusammenführen, musste sie lachen. „Ich dachte: Das ist ja wie ein Supermarkt“, erzählt sie. Aber dann habe sie begonnen, darüber nachzudenken, ob sich dahinter nicht ein neues, interessantes Familienmodell verbirgt. Und recherchierte weiter.

Dazu kam, dass Papst Franziskus in seinem Schreiben „Amoris laetitia“ („Die Freude der Liebe“, lat.) im Frühling 2016 das Fenster zu dieser wissenschaftlich noch kaum beachteten Familienforschung weiter geöffnet hatte. „Bis dahin hatte man stark den Eindruck: Da gibt es die heilige, katholische Welt und dort die große böse Welt, in der Familien auch ganz anders entstehen“, berichtet Walser. Das Bild der Familie sei lang verklärt gewesen, andere Familienformen als Vater, Mutter, Kind wurden kaum beachtet. Erstmals sei nun in einem Schriftstück gleich an mehreren Stellen die Rede davon gewesen, dass es Formen von Partnerschaft und Familiengründung gebe, die gleiche oder ähnliche Ideale vertreten wie die katholische Kirche. Und dass es gelte, auch diesen mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen.

„Es soll einen Vater haben“