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Interview

Erste-Chef Cernko: „Es ist nicht in Ordnung, der nächsten Generation einen Rucksack voller Schulden zurückzulassen“

Erste-Bank-Chef Willi Cernko.Mirjam Reither
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Erste-Bank-Chef Willi Cernko sorgt sich um die Treffsicherheit der Staatshilfen und wünscht sich mehr Risikokapital im Land.

Die Presse: Sie sind das Paradebeispiel eines Aufsteigers. Mit Hak-Matura im zweiten Bildungsweg, ohne Studium haben Sie sich an die Spitze der größten Bank Österreichs hochgearbeitet. Was würden Sie als Ihre größte Stärke bezeichnen?

Willi Cernko: Ich habe relativ früh gelernt, dass ich schneller laufen muss als die anderen. Das hat sich im Laufe der Zeit ein wenig geändert. Auf Neudeutsch würde man sagen: Don't work harder, work smarter! Ich bin auch ein Unternehmertyp. Ich mag es, zu gestalten. Und ich habe auch Ausdauer. Aufgeben, das gibt's bei mir nicht.

Würden Sie sich auch eine smartere Politik in diesem Land wünschen?

Es gibt leider viele populistische Entwicklungen. Die sind aber quer durch Europa zu beobachten. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass es kaum noch eine politische Konstellation gibt, in der ein oder zwei Parteien längerfristig ein Land weiterentwickeln können.

Politik wird also immer kurzatmiger?