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Schulabschluss: Problem Polytechnikum

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Die Wirtschaft beklagt ein sinkendes Niveau bei den Absolventen Polytechnischer Schulen. Die Koalition sagt eine rasche Verbesserung zu. ÖGB-Präsident Erich Foglar verlangt mehr "Training" der Grundkenntnisse.

Wien/J.n./Ett. Die Wirtschaft beklagt ein immer schlechter werdendes Niveau bei Burschen und Mädchen, die aus einer Polytechnischen Schule kommen. Verbessert werden soll die Situation nun nach dem Plan der Koalition durch die Einführung einer mittleren Reife. Dabei werden die Grundkompetenzen Deutsch, Mathematik und Englisch sowie ein definiertes Maß an Allgemeinbildung und sozialer Kompetenz überprüft. Für die Betriebe soll diese mittlere Reife eine Art Entscheidungshilfe bei der Lehrlingsauswahl sein.

Dadurch wolle die Koalition das Image der Polytechnischen Schule aufwerten, sagt ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon. Wie die mittlere Reife im Detail aussieht, ist freilich noch nicht klar.

Aber nicht nur die Wirtschaft, auch ÖGB-Präsident Erich Foglar erhöht im „Presse“-Gespräch den Druck auf die Regierung. Das Polytechnikum müsse sich sofort auf die Grundkenntnisse Deutsch und Rechnen konzentrieren: „Da muss ich verstärkt all das noch einmal trainieren, was Stoff der Hauptschule ist.“ Denn, so bemängelt Foglar: „Wir haben jetzt zu viele, die aus dem Schulsystem kommen und nicht in der Lage sind, eine Berufsausbildung zu beginnen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2011)