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Beschwerde gegen Grasser-Hausdurchsuchung

AUSTRIA KARL-HEINZ GRASSER PRESS CONFERENCE
APA (Georg Hochmuth)

Grassers Anwalt Ainedter brachte eine Beschwerde gegen die Hausdurchsuchungen ein. Nächste Woche folgt eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch.

Der Anwalt von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat am Donnerstag eine Beschwerde gegen die Hausdurchsuchungen bei seinem Mandanten eingebracht. Die Beschwerde sei verbunden mit einem Einspruch wegen Rechtsverletzung durch die Staatsanwaltschaft Wien, und zwar wegen der Medienpräsenz bei den Hausdurchsuchungen, erklärte Manfred Ainedter heute Freitag gegenüber der APA.

Die Staatsanwaltschaft habe durch die Mitteilung an die Medien die Vorschriften der Strafprozessordnung (StPO), wonach größtmögliche Rücksicht auf die Betroffenen genommen werden müsse, verletzt. Nächste Woche wolle er Anzeige wegen Amtsmissbrauch erheben, kündigte Ainedter an.

Am 26. Mai wurden an mehreren Adressen von Grasser, darunter sein Penthouse und sein Büro in Wien sowie seine Häuser in Kärnten und in Tirol, Hausdurchsuchungen durchgeführt. Es ging um das laufende Finanzstrafverfahren, wo wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegen Grasser und seinen Steuerberater Peter Haunold ermittelt wird. Beide haben alle Vorwürfe zurückgewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(APA)