Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Oscars: Scorseses "Hugo Cabret" als Favorit

Oscars Scorseses Hugo Cabret
Hugo(c) AP (Jaap Buitendijk)
  • Drucken

Heute hat die Academy die Nominierten für den Oscar bekannt gegeben. Weder Österreich noch Deutschland sind dabei. "The Artist" ist wie erwartet Favorit, aber "Hugo Cabret" ist noch öfter nominiert.

Keine großen, nur eine kleine Überraschung gab es heute, Dienstag, bei der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen. Kurz nach 14.30 Uhr hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Oscar-Kandidaten bekannt gegeben. Mit elf Nominierungen geht der 3D-Fantasy-Kinderfilm "Hugo Cabret" von Martin Scorsese als Favorit ins Rennen, der französische Stummfilm "The Artist", der spätestens nach dem Sieg bei den Golden Globes als Favorit galt, ist zehn Mal nominiert. "Hugo Cabret" kommt in Österreich am 10. Februar ins Kino, "The Artist" am 27. Jänner.

Insgesamt sind sieben Streifen in der Kategorie Bester Film nominiert: Neben "The Artist" und "Hugo Cabret" gehen Steven Spielbergs "War Horse - Gefährten", der Sportfilm "Moneyball", das 9/11-Drama "Extremely Loud and Incredibly Close" ("Extrem laut und unglaublich nah"), "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten", Terrence Malicks "The Tree of Life", "Midnight in Paris" von Woody Allen und das Rassimus-Drama "The Help" ins Rennen um den wichtigsten Oscar.

George Clooney vs. Brad Pitt

Im Gegensatz zu "Hugo Cabret" ist "The Artist" auch in den Darstellerkategorien nominiert: Der Franzose Jean Dujardin wetteifert um den "Besten Schauspieler" mit George Clooney ("The Descendants"), Brad Pitt ("Moneyball") und Gary Oldman ("Dame König As Spion"). Berenice Bejo wird versuchen, sich bei den Nebendarstellerinnen u.a. gegen Jessica Chastain und Octavia Spencer (beide "The Help") durchzusetzen. Die Kategorie der "Besten Schauspielerin" werden sich wohl Meryl Streep als Margret Thatcher ("The Iron Lady") und Michelle Williams als Marilyn Monroe ("My Week With Marilyn") ausmachen. Bei den Nebendarstellern haben u.a. Max von Sydow, Kenneth Branagh und Christopher Plummer Chancen.

Bei den Haupt- und Nebendarstellern gibt es nur einen Überraschungskandidaten in der sonst recht konservativen Auswahl: Der schwedische Schauspieler Max von Sydow darf sich für die Romanverfilmung "Extremely Loud and Incredibly Close" Hoffnung auf einen Oscar als Bester Nebendarsteller machen.

Österreichs Oscar-Kandidat, Karl Markovics' sensibles Drama "Atmen", hatte es nicht auf die Shortlist für die Nominierungen geschafft. Wim Wenders 3D-Film "Pina" wurde zwar nicht als Bester Fremdsprachiger Film, aber in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

Die Oscars werden am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben. Moderiert werden sie - nach der Absage von Eddie Murphy zum inzwischen neunten Mal - von US-Komiker Billy Crystal als Moderator auf der Bühne.

Die Nominierten im Überblick

Bester Film

  • War Horse - Gefährten
  • The Artist
  • Moneyball
  • The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
  • The Tree of Life
  • Midnight in Paris
  • The Help
  • Hugo Cabret
  • Extremely Loud and Incredibly Close

Bester Hauptdarsteller

  • Demián Bichir für "A Better Life"
  • George Clooney für "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten"
  • Jean Dujardin für "The Artist"
  • Gary Oldman für "Tinker, Tailor, Soldier, Spy"
  • Brad Pitt für "Moneyball"

Beste Hauptdarstellerin

  • Glenn Close für "Albert Nobbs"
  • Viola Davis für "The Help"
  • Meryl Streep für "Die Eiserne Lady"
  • Michelle Williams für "My Week With Marilyn"
  • Rooney Mara für "Verblendung"

Bester Nebendarsteller

  • Kenneth Branagh ("My Week with Marilyn")
  • Jonah Hill ("Moneyball")
  • Nick Nolte ("Warrior")
  • Christopher Plummer ("Beginners")
  • Max von Sydow ("Extremely loud & incredibly close")

Beste Nebendarstellerin

  • Berenice Bejo ("The Artist")
  • Jessica Chastain ("The Help")
  • Melissa McCarthy ("Bridesmaids")
  • Janet McTeer ("Albert Nobbs")
  • Octavia Spencer ("The Help")

Beste Regie

  • Michel Hazanavicius für "The Artist"
  • Alexander Payne für "The Descendants"
  • Martin Scorsese für "Hugo Cabret"
  • Woody Allen für "Midnight in Paris"
  • Terrence Malick für "The Tree of Life"

Bester fremdsprachiger Film

  • "Bullhead", Belgien
  • "Footnote", Israel
  • "In Darkness", Polen
  • "Monsieur Lazhar", Kanada
  • "A separation" (Nader und Simin), Iran

Bester Animationsfilm

  • "A Cat in Paris"
  • "Chico & Rita"
  • "Kung Fu Panda 2"
  • "Puss in Boots"
  • "Rango"

Beste Kamera

  • Guillaume Schiffman ("The Artist")
  • Jeff Cronenweth ("The Girl with the Dragon Tattoo")
  • Robert Richardson ("Hugo")
  • Emmanuel Lubezki ("The Tree of Life")
  • Janusz Kaminski ("War Horse")

Bester Soundtrack

  • "The Adventures of Tintin"
  • "The Artist"
  • "Hugo"
  • "Tinker Tailor Soldier Spy"
  • "War Horse"

Bester Original-Song

  • "Man or Muppet" aus "The Muppets"
  • "Real in Rio" aus "Rio"

Bestes Original-Drehbuch

  • Michael Hazanavicius ("The Artist")
  • Annie Mumolo, Kristen Wiig ("Bridesmaids")
  • J.C. Chandor ("Margin Call")
  • Woody Allen (Midnight in Paris")
  • Asghar Farhadi ("A separation")

Bestes Drehbuch nach einer Vorlage

  • Alexander Payne u.a. ("The Descendants")
  • John Logan ("Hugo")
  • George Clooney, G. Heslov, B. Willimon ("The Ides of March")
  • Steven Zaillian, Aaron Sorkin ("Moneyball")
  • Bridget O'Connor, Peter Straughan ("Tinker Tailor Soldier Spy")

 

 

(her/APA)