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Große Lawinengefahr: Mehrere Personen verschüttet

Lawine tirol Arlberg
Einsatzkräfte durchsuchen eine Lawine am Arlberg nach Verschütteten(c) APA/FF ST. ANTON AM ARLBERG (Ff St. Anton Am Arlberg)
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In Vorarlberg und Salzburg mussten die Einsatzkräfte am Freitag nach verschütteten Wintersportlern suchen. Die abgeschnittenen Orte am Arlberg und in der Obersteiermark sind wieder auf der Straße erreichbar.

Nach den zahlreichen Lawinenabgängen am Donnerstag bleibt die Situation in den heimischen Bergen nur leicht entspannt. Vielerorts galt Lawinenwarnstufe 3 ("erheblich") oder 4 ("groß") auf der fünfteiligen Skala. Die Einsatzkräfte mussten mehrfach ausrücken, um nach Verschütteten zu suchen. Die abgeschnittenen Ortschaften am Arlberg und in der Obersteiermark sind wieder auf der Straße erreichbar.

Durch den Neuschneezuwachs von 15 Zentimetern besteht in den östlichen Alpen die Gefahr spontaner Schneebretter und Lockerschneelawinen im steilen Gelände. Im Westen warnen die Behörden vor Triebschneelawinen und gefährlichen Stellen in Kammlagen und Steilhängen sowie in eingewehten Rinnen und Mulden, besonders oberhalb der Waldgrenze. Unerfahrenen Skitourengehern wurde "dringend" empfohlen, die gesicherten Pisten nicht zu verlassen. Eine Entspannung der Situation wird erst in ein paar Tagen erwartet.

In Lech am Arlberg ist der niederländische Prinz Johan Friso, der zwiete Sohn von Königin Beatrix, im Bereich Litzen - Zugertobel im freien Bereich von einer Lawine verschüttet worden. Er wurde per Suchgerät geortet und geborgen. Er schwebt in Lebensgefahr. mehr >>> 

Bei einem Lawinenabgang in Zederhaus im Salzburger Lungau ist ein Skitourengeher verschüttet worden. Am frühen Nachmittag ist ein Tourengeher aus Kärnten unterhalb des "Seeköpfls" (2225 m) in eine 35 bis 40 Grad steile, mit Triebschnee beladene Mulde gefahren und hat dabei ein Schneebrett losgetreten. Zwei Kameraden, die hinter ihm in die Mulde einfahren wollten, gruben ihn aus. Der 55-Jährige erlitt laut Polizei eine leichte Rippenverletzung.

Ein 13 Jahre altes Mädchen ist auf einem an und für sich harmlosen Hang im Ortsgebiet von Kammern im obersteirischen Bezirk Leoben von einem kleinen Schneebrett verschüttet worden. Das Kind konnte rasch ausgegraben und ärztlich versorgt werden. Sein Zustand ist laut Notarzt stabil.

Abgeschnittene Orte wieder erreichbar

Wengistens auf den Straßen ist bereits eine Entspannung bemerkbar: Die abgeschnittenen Orte in der Obersteiermark, im Montafon und am Arlberg sind wieder erreichbar. Auf der seit Mittwoch gesperrten Arlbergbahn zwischen Landeck und Bludenz konnte um 18 Uhr wieder durchgehend der Zugverkehr aufgenommen werden. Gesperrt bleiben in Tirol die Mittenwaldbahn bei Scharnitz und die Außerfernbahn zwischen Reutte und Garmisch (Bayern).

In der Arlberggemeinde Klösterle helfen 20 Bundesheersoldaten, die Schneelast von den Hausdächern zu räumen. Durch den Wind hätten sich bis zu 2,50 Meter hohe Verwehungen auf den Dächern gebildet.

Tiroler stürzt bei Schneeräumen in den Tod

Ein 71-Jähriger Tiroler ist am Donnerstagabend beim Schneeräumen auf seinem Dachboden in den Tod gestürzt. Der Pensionist war durch ein Dachfenster zurück ins Haus auf ein Plateau in dem Gebäude geklettert. Dabei rutschte er aus und stürzte drei Meter ab. Der Tiroler erlitt schwerste Schädelverletzungen und starb noch an der Unglücksstelle. Der Pensionist wurde nach Angaben der Polizei von seiner Frau gefunden.

(APA/Red.)