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Schnee: Straßensperren in NÖ, Lawinengefahr im Westen

LAWINENSITUATION IN TIROL BLEIBT ANGESPANNT: EINGESCHNEITER PKW
(c) APA/ROBERT PARIGGER (Robert Parigger)
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In den Mostviertler Alpen sind wegen der steigenden Temperaturen einige Lawinen abgegangen. In Vorarlberg herrscht hohe Lawinengefahr.

In den Mostviertler Alpen mussten schneebedingt einige Straßen gesperrt werden. Laut NÖ Sicherheitsdirektion wurde die B20 vom Türnitzgraben bis zum Ortsgebiet Annaberg (Bezirk Lilienfeld) am Freitagabend gesperrt, nachdem in diesem Bereich aufgrund des Temperaturanstiegs vier Schneebretter abgegangen waren. Ein Lawinensachverständiger sollte die Situation prüfen. Der Verkehr wurde über die B21 und LH101 umgeleitet.

Nach einem Lawinenabgang wurde dann am Samstag um 1.40 Uhr die L6164 gesperrt. Dabei handelt es sich um die Verbindungsstraße von der B28 bei Wastl am Wald im Gemeindegebiet von Puchenstuben Richtung Gösing (Bezirk Scheibbs). Das Straßenstück wurde auf einer Länge von 120 Metern bis zu vier Meter hoch verschüttet. Eine Räumung sei nur mit schwerem Gerät möglich. Die Dauer der Sperre war zunächst unbekannt.

Vorarlberg: Warnung für Wintersportler

 

In Vorarlberg bestand am Samstag laut Landeswarnzentrale in den Bergen weiterhin "verbreitet erhebliche Lawinengefahr" der Stufe 3 auf der fünfteiligen Skala. Gefahrenstellen befanden sich vorwiegend in Kammlagen und Steilhängen sowie in eingewehten Rinnen und Mulden aller Expositionen, besonders oberhalb der Waldgrenze. "Lawinen können bereits durch geringe Zusatzbelastungen, beispielsweise durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden", lautete die Warnung. Die Lawinengefahr nimmt nur langsam ab, die Situation bleibt für Wintersportler auch in den nächsten Tagen angespannt, so Herbert Knünz von der Warnzentrale.

Abseits der Pisten wurde die Lawinensituation als "heikel und tückisch" eingestuft. Gefahrenstellen seien kaum erkennbar, viel Erfahrung in der Beurteilung und defensives Verhalten seien notwendig. Mit der Tageserwärmung und Einstrahlung steige im Verlauf des Tages die Auslösebereitschaft besonders an steilen sonnenbeschienenen Hängen noch etwas an. Exponierte Verkehrswege könnten dadurch gefährdet sein. Vereinzelte Gleitschneelawinen sind nach wie vor nicht auszuschließen.

Seit 5. Jänner sind mehr als 200 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres im Schneeräumeinsatz. Insgesamt wurden 194 Flugstunden bei 16 Flugeinsätzen geleistet. Dabei waren in Spitzenzeiten, wie etwa Anfang Jänner, bis zu elf Bundesheerhubschrauber gleichzeitig im Einsatz. Sie transportierten Personen sowie Gerät, erkundeten die Lawinensituation und führen Lawinensprengungen durch; teilte das Verteidigungsministerium am Samstag mit.

 

(APA)