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Von der Tennishalle zum Hauptbahnhof

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
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Mit dem Rautendach errichtet die Unger Gruppe ein Herzstück des neuen Wiener Hauptbahnhofs.

Wien/Juk. Was für Josef Unger am Beginn seiner Laufbahn die Davis-Cup-Halle in Unterpremstätten war (sie verhalf dem Unternehmen zum Durchbruch), ist für ihn heute der Wiener Hauptbahnhof. „Es ist ein Imageprojekt“, sagt er. Eines, das die Firma weiterbringe. Die Unger Gruppe hat sich mit dem Auftrag gegen viele Mitbewerber durchgesetzt. Und errichtet mit dem Rautendach, das sich über eine Fläche von 40.000 Quadratmeter erstrecken soll, den prägnantesten Teil des neuen zentralen Bahnhofs.

 

„Sind im Zeit- und Kostenplan“

Die Stahlkonstruktion besteht aus 14 einzelnen Rauten, für jede muss aufgrund der leichten Neigung des Bahnhofsdaches ein eigener Plan zur Umsetzung erstellt werden. Acht Rauten sind bereits fertig montiert, zurzeit gehen die Arbeiten an den Vordächern des Bahnhofs weiter. Bis Ende 2013 sollen auch die sechs verbleibenden Rauten über den Bahnsteigen angebracht werden. Bis ein Teilstück gefertigt und montiert ist, vergehen mehr als drei Monate, 35 Mann sind derzeit bei Unger Stahlbau für den Hauptbahnhof im Einsatz. Rund 30 Mio. Euro ist der Auftrag für Stahlbau, Spengler-, Schlosser- und Glasarbeiten schwer.

Die Kosten für das gesamte Projekt von Stadt Wien, Bund und ÖBB haben sich seit der erstmaligen Präsentation 2003 von 420 Mio. Euro auf rund eine Mrd. Euro erhöht („Die Presse“ berichtete.) Die Firma will dazu nur so viel sagen: „Wir sind mit dem Bau des Daches voll im Zeitplan“, so Josef Unger. Das Unternehmen sei bekannt dafür, Projekte eher früher als vereinbart fertigzustellen. „Wenn etwas nicht geht, sagen wir es dem Kunden.“ Auch die Kosten seien in dem Rahmen geblieben, der bei der Auftragsvergabe im Jahr 2010 festgesetzt wurde. Und „die ÖBB haben sich für uns als sehr professioneller Partner erwiesen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)