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Badeurlaube sind nicht beeinträchtigt

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Tunesien war als Destination bisher im Aufwind. Ägypten bleibt schwierig.

Wien. Ägypten und Tunesien liegen derzeit auf Platz vier und fünf der beliebtesten Sommerdestinationen der Österreicher. Die beiden Länder haben sich seit dem Ausbruch des Arabischen Frühlings 2011 unterschiedlich entwickelt. Tunesien ist im vergangenen Jahr in der Beliebtheit wieder gestiegen. „Im Sommer 2012 lagen die Buchungen erstmals sogar über dem Sommer 2010“, sagt TUI-Chef Josef Peterleitner.

Auch in der aktuellen Wintersaison gebe es im Vergleich zum Vorjahr zweistellige Zuwächse. Anders sieht die Lage in Ägypten aus, hier bleiben die Buchungen auch diesen Winter um einen zweistelligen Prozentsatz hinter dem Vorjahr zurück. „Ägypten hat sich seit dem Arabischen Frühling als Urlaubsland nicht mehr erholt“, so Walter Krahl von Ruefa Reisen.

 

Studienreisen sind rückläufig

Man müsse aber zwischen Badeurlaub und Studienreise unterscheiden. Studienreisen, die etwa 20 Prozent des Gesamttourismus ausmachen, seien stark rückläufig, da sie sich auf jene Orte konzentrieren, die die größten Sicherheitsrisken darstellen. Bei den klassischen Badedestinationen, etwa am Roten Meer, gebe es 2012 keinen nennenswerten Buchungsrückgang. „Die Urlauber haben gelernt, mit Krisen umzugehen und wissen, dass Unruhen in der Hauptstadt den Badeurlaub nicht beeinträchtigen“, meint Peterleitner.

In Kairo sieht die Lage derzeit aber sehr schlecht aus: „Mehrere Hotels um den Tahrir-Platz mussten bereits zusperren“, sagt WKO-Wirtschaftsdelegierter Kurt Altmann. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko gilt laut Außenministerium derzeit sowohl in Tunesien als auch in Ägypten in den großen Städten und in allen Sahara-Gebieten. In Ägypten ist auch die Halbinsel Sinai abseits der touristischen Küste Gefahrenzone.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2013)