Gespräche laufen weiter

Streik bei Tiefkühlproduzent Ardo in Niederösterreich unterbrochen

Ab Dienstagfrüh herrschte beim Tiefkühlproduzenten Ardo in Groß-Enzersdorf nach fast 14 Tagen Streik wieder voller Betrieb.
Ab Dienstagfrüh herrschte beim Tiefkühlproduzenten Ardo in Groß-Enzersdorf nach fast 14 Tagen Streik wieder voller Betrieb.Kia Cheng Boon via www.imago-images.de
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Die Gespräche laufen noch und der Ausgang ist noch offen, heißt es von der Gewerkschaft. Vorerst wurde der Streik jedenfalls unterbrochen. Die Beschäftigten fordern 200 Euro netto mehr pro Monat.

Nach fast 14 Tagen ist der Streik in der Niederlassung des belgischen Tiefkühlproduzenten Ardo in Groß-Enzersdorf/NÖ am Dienstag vorerst unterbrochen worden. Gespräche mit offenem Ausgang laufen, hieß es von der Gewerkschaft PRO-GE. Die Beschäftigten fordern 200 Euro netto mehr pro Monat. Vorgeworfen worden war dem Konzern auch bereits mangelnde Gesprächsbereitschaft und Druck auf die Kollegenschaft.

Nach einem Warnstreik am 11. September sind die rund 150 Arbeiterinnen und Arbeiter mit 13. September in den unbefristeten Streik übergegangen. Ab Dienstagfrüh herrschte in Groß-Enzersdorf dann wieder voller Betrieb, wie es seitens des Unternehmens auf Anfrage hieß. Zu näheren Details hinsichtlich der laufenden Gespräche gab es von Ardo keine Auskunft.

PRO-GE betonte, dass man „in Verhandlungen eintauchen“ wolle. Im Sinne der Sozialpartnerschaft sei es nun besser, wenn nicht gestreikt werde, hieß es vom Betriebsrat zum ORF Niederösterreich. Einer Einigung sei man aber „schon näher“ als in der vergangenen Woche. Den Forderungen der Belegschaft war bisher von Ardo entgegnet worden, dass ein faires und angemessenes Angebot vorliege, das „eine Einmalprämie für alle Arbeiter und Arbeiterinnen sowie eine deutliche Anpassung der monatlichen Zulagen nach Lohnklassen gestaffelt“ enthalte.

Österreichs größter Tiefkühlkost-Hersteller Ardo Austria Frost produziert etwa für Iglo und beliefert u. a. Hofer, Billa und Spar. Rund 300 Bauern aus dem Marchfeld sorgen für die Rohstoffe wie Erbsen, Karotten oder Spinat. Das belgische Unternehmen hat 20 Produktions-, Verpackungs- und Vertriebsstandorte in neun Ländern. Zuletzt wurde konzernweit mit rund 4.000 Beschäftigten ein Jahresumsatz von 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet.


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