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Chronologie: Flüchtlingstragödien im Mittelmeer

(c) EPA (ETTORE FERRARI)
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In der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa sind im Mittelmeer schon Tausende Bootsflüchtlinge umgekommen. Einige besonders dramatische Fälle.

Oktober 2013: 366 Flüchtlinge ertrinken nahe der italienischen Insel Lampedusa. Das Boot fängt Feuer und kentert. Die Küstenwache kann 155 Menschen in Sicherheit bringen. Sie stammen überwiegend aus Somalia und Eritrea.

September 2012: Vor der Westküste der Türkei kommen mehr als 60 Menschen ums Leben, überwiegend Kinder und Frauen. Das Boot der Flüchtlinge hatte einen Felsen gerammt und war gekentert. Mehr als 100 Menschen waren an Bord des nur etwa 15 Meter langen Bootes - vor allem Palästinenser, aber auch Syrer und Iraker.

Juni 2012: 54 Flüchtlinge kommen bei dem Versuch ums Leben, in einem Schlauchboot von Libyen aus das Mittelmeer Richtung Italien zu überqueren. Starke Winde treiben sie schon in Sichtweite der Küste wieder aufs Meer. Ohne Wasservorräte an Bord trinken die Flüchtlinge Meerwasser. Nur ein Mann aus Eritrea überlebt.

August 2011: Ein Boot erreicht mit 270 überlebenden Flüchtlingen aus Afrika Lampedusa. Unter Deck liegen die Leichen von 25 Männern. Sie waren im Lade- und Maschinenraum zusammengepfercht und nach dem Ablegen in Libyen vermutlich an Abgasen erstickt. Viele Frauen und Kinder starben an Hunger, Durst und Entkräftung. 100 Leichen seien über Bord geworfen worden, berichtet ein Überlebender.

Juni 2011: Vor der tunesischen Küste gerät ein Boot mit Flüchtlingen aus Afrika und Asien auf dem Weg nach Italien in Seenot. Nur wenige können gerettet werden, bis zu 270 Menschen bleiben verschollen.

April 2011: Beim Kentern eines libyschen Flüchtlingsschiffes vor Lampedusa ertrinken bis zu 250 Menschen. Die Opfer kommen aus Somalia, Eritrea und anderen Staaten Afrikas.

(APA/dpa)