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Masern: Land prüft Impfpflicht in Spitälern

Impfspritze und Masern Schriftzug Impfung gegen Masern
Impfspritze und Masern(c) imago/Christian Ohde (imago stock&people)
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Die Uni-Klinik Graz ruft Mitarbeiter zur Impfung auf. Eine ungeimpfte Krankenschwesternschülerin war an Masern erkrankt.

Graz. Die befürchtete Masernwelle an der Uni-Klinik Graz dürfte ausbleiben. Wie berichtet, ist eine ungeimpfte Krankenschwesternschülerin, die mit 170 Kindern in Kontakt war, an Masern erkrankt. Allerdings ist nur eines der Kinder nicht geimpft und wurde isoliert.

Der steirische Gesundheitslandesrat, Christopher Drexler (ÖVP), lässt als Konsequenz nun alle rechtlichen Möglichkeiten für eine verpflichtende Masernimpfung für Mitarbeiter im Gesundheitsbereich prüfen.

Eine Impfpflicht besteht an der Grazer Uni-Klinik mit ihren 7200 Mitarbeitern bisher nämlich nicht, auch gegen andere ansteckende Krankheiten wie Hepatitis müssen Ärzte, Pflegepersonal und andere Spitalsmitarbeiter nicht geimpft sein.

Impfpässe vorweisen

Allerdings hat die Uni-Klinik ihre Mitarbeiter nun aufgefordert, ihre Impfpässe vorzuzeigen oder den Titerwert im Blut zu bestimmen und sich bei nicht aufrechtem Impfschutz gegen Masern impfen zu lassen. All das, sagt eine Sprecherin, sei aber freiwillig, „man kann das auch verweigern.“ Schon bisher werden Mitarbeiter bei der Einstellung darauf hingewiesen, welche Impfungen notwendig seien. Mitarbeiter mit Patientenkontakt werden gratis geimpft. (mpm/red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.03.2015)