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UniCredit will 10.000 Jobs streichen, auch Österreich betroffen

UniCredit unit Bank Austria Chief Executive Cernko passes a company logo before a news conference in Vienna
REUTERS
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Mindestens 10.000 Arbeitsplätze sollen bei der italienischen Großbank abgebaut werden. Auch die Bank Austria ist betroffen.

UniCredit erwägt die Kürzung von 10.000 Jobs im Rahmen des aktualisierten Entwicklungsplans bis 2018, den der Bankkonzern im kommenden November vorlegen wird - voriges Jahr hatte der Konzern lediglich die Streichung von 2.700 Stellen angekündigt. CEO Federico Ghizzoni hatte kürzlich bei der Vorlegung der Halbjahresergebnisse Anfang August erklärt, dass UniCredit im November eine aktualisierte Version des im März vorgestellten Entwicklungsplans bis 2018 präsentieren könnte. Es gebe jedoch noch keinen genauen Termin für die Vorstellung. UniCredit arbeite an einer Kostenreduktion. Ob sich diese auf Österreich und Deutschland konzentrieren werde, wollte Ghizzoni nicht kommentieren.

Für die deutsche UniCredit-Tochter, die Bank-Austria-Schwester HypoVereinsbank (HVB), hatte Ghizzoni erst diese Woche in einem "Handelsblatt"-Interview (Mittwoch-Ausgabe) ein weiteres Drehen an der Kostenschraube angekündigt: "Es gibt einige Möglichkeiten, die Bank schlanker aufzustellen und manche nicht kundenrelevante Funktionen auf der Ebene der Gruppe zu zentralisieren," sagt er.

Die Eigenständigkeit der Münchner Bank wird damit weiter eingeschränkt. Vor zehn Jahren hatten die Italiener die HVB geschluckt. Die HVB selbst hatte bei ihrer Bilanzvorlage zum Halbjahr Anfang August von einem weiter anhaltend schwierigem Marktumfeld gesprochen. Der Manager sei mit der Effizienz der HVB unzufrieden, so die Zeitung. Für jeden Euro Ertrag hatte die HVB per Ende Juni 75 Cent ausgegeben. Die Mutter UniCredit schneidet bei dieser Kosten-Ertrags-Relation mit 60 Prozent deutlich besser ab.

Spekulationen über Österreich-Abbau

Auch in Österreich hatten Überlegungen, die Gruppe könnte Funktionen stärker in Mailand konzentrieren, für Spekulationen um Einsparungen gesorgt. Wien als Osteuropazentrale der UniCredit wackle nicht; eine Verlagerung sei "kein Thema", hatte Bank Austria-Chef Willibald Cernko am Mittwochabend am Rande des Forum Alpbach zur APA gesagt. "Wir präsentieren unsere Überlegungen im Oktober, November", so Cernko.

(APA/dpa-AFX)