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Türkei: Moskauer Imperialismus in Syrien

(c) REUTERS (KHALIL ASHAWI)
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Der Syrien-Krieg sorgt für weitere Spannungen zwischen Russland und der Türkei. Die UN-Friedensverhandlungen sollen Ende Jänner beginnen.

Ankara/New York. Der Syrien-Krieg sorgt für weitere Spannungen zwischen Moskau und Ankara: Die Türkei kritisierte Russland für den Angriff auf die syrische Rebellenhochburg Idlib heftig. Das syrische Staatsgebiet dürfe nicht Teil „russischer imperialistischer Ziele werden“, so Premier Ahmet Davutoğlu.

Bei dem Einsatz am Wochenende waren Dutzende Menschen getötet worden. Die sechs Luftschläge, die Anwohnern zufolge von russischen Kampfjets ausgeführt wurden, trafen einen besuchten Markt im Zentrum, Regierungsgebäude und Wohnviertel. Russland unterstützt mit Luftangriffen das Assad-Regime. Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara sind seit dem türkischen Abschuss eines russischen Kampfjets im Grenzgebiet zu Syrien auf einem Tiefpunkt.

Indes wurden erste Details zu den von der UN geplanten Syrien-Gespräche bekannt. Die erste Runde des Friedensdialogs soll Ende Jänner in Genf stattfinden, hieß es am Dienstag. Aus New York sickerten auch Pläne über die Zeit nach einem Waffenstillstand durch: Die UNO will die mögliche Vereinbarungen von Syrern selbst überwachen lassen. Damit sollten die Risiken für die UNO selbst minimiert werden, hieß es. Verstöße gegen eine Feuerpause sollen Syrer selbst melden. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.12.2015)