Glühbirnen: 63 Prozent sind gegen die Abschaffung

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Ab September greift die erste Stufe des Glühlampen-Verbots: Matte Birnen sowie klare Glühlampen mit 100 Watt und mehr sind betroffen. Ein Großteil der Österreicher ist damit nicht einverstanden, so eine Umfrage.

Mit 1. September tritt in der EU eine Verordnung zur sukzessiven Abschaffung der klassischen Glühbirne in Kraft, in den kommenden Jahren gibt es dann nur mehr Energiespar- und Halogenlampen.

Sehr zum Unmut vieler Österreicher, wie eine am Mittwoch bei einer Pressekonferenz präsentierte Meinungsumfrage der UFH Altlampensystembetreiber zeigt: 63,8 Prozent von 1000 befragten Österreichern halten die Regelung demnach für wenig bis gar nicht sinnvoll. Das erklärte UFH-Geschäftsführer Helmut Kolba.

Um das Wissen über Energiesparleuchten ist es eher schlecht bestellt: 60,4 Prozent der Befragten halten sich für wenig bis gar nicht gut informiert. Gleichzeitig meinen viele offenbar irrtümlich, dass es keine Auswahl bei Größen und Designs sowie Lichttönen gebe. 4,8 Prozent der Befragten nutzen Energiesparlampen bereits fast ausschließlich, 24 Prozent verweigern diese vollständig.

Erste Stufe ab kommender Woche

Ab 1. September greift in der Europäischen Union die erste Stufe des Verbots für Glühlampen. Alle mattierten Birnen sowie klare Glühlampen mit 100 Watt und mehr dürfen dann nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Bis 2012 will Brüssel im Sinne des Klimaschutzes nach und nach auch schwächere klassische Glühlampen verschwinden lassen, und zwar in folgenden Umsetztungsstufen:

  • Ab 1.September 2009 sind Glühbirnen ab 100 Watt verboten.
  • Ab 1.September 2010 sind Glühbirnen ab 75 Watt verboten.
  • Ab 1.September 2011 sind Glühbirnen ab 60 Watt verboten.
  • Ab 1.September 2012 sind Glühbirnen ab 25 Watt verboten.
  • Ab 1.September 2013 werden die Kriterien, nach denen ein Leuchtkörper „energieeffizient“ ist, weiter verschärft.
  • Ab 1.September 2016 sind auch „ineffiziente“ Halogenlampen der Klasse C – dazu zählt ein Großteil der derzeit vertriebenen Spots – verboten.

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich rund 30 Millionen Glühbirnen, aber nur 6 Millionen Energiesparlampen und 3 Millionen Netzspannungs-Halogenlampen verkauft, so der Fachverband der Elektro-und Elektronikindustrie.