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Ideologische Debatte um Steuerpläne

Margit Schratzenstaller(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die ÖVP ist für, die SPÖ gegen eine Senkung der Körperschaftsteuer.

Wien. Nachdem im Finanzministerium Überlegungen zur Senkung des Körperschaftsteuersatzes (KöSt) von 25 auf 20 Prozent wieder aufgeflammt waren („Die Presse“ berichtete), taten sich am Montag klare ideologische Gräben auf: SPÖ-nahe Experten sind dagegen, ÖVP-nahe dafür.

IHS-Experte Simon Achitz meinte im ORF-Radio, dass eine „niedrige Körperschaftsteuer die Wirtschaft auf jeden Fall stimuliert“. Margit Schratzenstaller vom Wifo will dagegen lieber „bei der generellen Stoßrichtung bleiben, ein umfassendes Abgabenstrukturreformkonzept zu diskutieren und nicht einzelne Maßnahmen“. Vom ÖGB hieß es, eine KöSt-Senkung komme für den Gewerkschaftsbund nicht infrage. „Der KöSt-Satz von 25 Prozent ist ohnehin eine Okkasion, verglichen mit dem Durchschnittssteuersatz von Arbeitern und Angestellten.“

Der ÖVP-Wirtschaftsbund nannte Deutschland als Beispiel, wo es einen Steuersatz von 15 Prozent gebe. Auch sei eine Senkung ein „dringend notwendiges und äußerst positives Standortsignal“. (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2016)