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Chinas Staatschef bei Trump: "Haben eine Freundschaft entwickelt"

Xi Jinpingbei Donald TrumpAPA/AFP/JIM WATSON
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Der US-Präsident und sein chinesischer Kollege trafen sich zum Dinner. Beide betonten: China und die USA müssten enger Zusammenarbeiten.

Der Konflikt um den gemeinsamen Handel und die Spannungen mit Nordkorea dominieren die Gespräche beim ersten Aufeinandertreffen von US-Präsident Donald Trump und dessen chinesischen Kollegen Xi Jinping. Beide Staatsmänner kamen am Donnerstagabend (Ortszeit) zu einem gemeinsamen Dinner zusammen. Dabei waren auch die Ehefrauen Melania Trump und Peng Liyuan. Am Freitag sollen Fachgespräche folgen.

"Wir haben eine Freundschaft entwickelt", sagte Trump nach den ersten Unterredungen. Allerdings sei es noch nicht zu Ergebnissen gekommen. "Ich hab bis jetzt noch überhaupt nichts (in den Gesprächen mit Xi) bekommen", scherzte der US-Präsident in Anspielung auf frühere Aussagen, die USA ließen sich von China über den Tisch ziehen. "Auf lange Sicht werden wir ein sehr großartiges Verhältnis pflegen", betonte der US-Präsident.

China könnte "Teil einer neuen Strategie" sein

Schon vor dem Treffen hatte US-Außenminister Rex Tillerson erklärt, China könne "Teil einer neuen Strategie" sein, um das nordkoreanische Atomprogramm zu bremsen. China solle seinen Einfluss auf Nordkorea geltend machen. Die Regierung des kommunistischen Landes hatte zuletzt mehrfach mit neuen Raketentests provoziert. Erst am Mittwoch war erneut eine ballistische Test-Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert worden. Das wurde vom UNO-Sicherheitsrat scharf verurteilt.

Trump äußerte auf dem Flug nach Florida die Erwartung, dass China seine Rolle in dem Konflikt ausbaut. Allerdings sind dies Forderungen, die auch die Obama-Administration bereits erfolglos erhoben hatte. Peking hatte vor kurzem mit dem Verzicht auf den Import nordkoreanischer Kohle guten Willen gezeigt. Trump hatte vor kurzem mit der Ankündigung für Aufsehen gesorgt, die Krise in Nordkorea notfalls im Alleingang lösen zu wollen. Zu den Gesprächen mit Xi ist neben Außenminister Tillerson auch Verteidigungsminister James Mattis angereist.

Xi: 1000 Gründe für gute Beziehungen

Auch plädierte für mehr Kooperation und einen Neubeginn für seine Beziehungen mit den USA. Chinas Xi sei bereit, mit seinem US-Kollegen zusammenzuarbeiten, um die Verbindungen zu verstärken, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag nach einem Treffen beider Politiker in den USA.

Demnach sagte Xi zu Trump, es gebe 1000 Gründe für gute gemeinsame Beziehungen - aber keinen Grund, die Verbindungen abzubrechen. Xi plädierte dafür, dass beide Länder ihre Zusammenarbeit bei Investitionen, in der Infrastruktur und im Energiebereich ausweiteten.

US-Präsident Trump hat das Ziel ausgegeben, das riesige US-Handelsdefizit gerade gegenüber Ländern wie China, Deutschland, und Japan abzubauen. Xi sagte laut Xinhua, China und die USA sollte heikle Themen angemessen angehen und Streitfragen konstruktiv lösen. Beide Seiten sollten Gespräche über bilaterale Investitionsabkommen vorantreiben.

Trump nimmt Gegeneinladung an

Vor der Zusammenkunft der Staatschefs der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida gab es Sorgen, es könne zu einem Handelskrieg kommen. Xi hatte gewarnt, ein solcher Konflikt kenne keine Gewinner. Trump wirft als bekennender Globalisierungsgegner seinerseits der Volksrepublik vor, den Kurs ihrer Währung künstlich niedrig zu halten und sich damit Vorteile im Exportgeschäft zu verschaffen. Xinhua meldete unter Berufung auf Regierungskreise, Trump habe die Einladung Xis für einen Gegenbesuch in China angenommen.

(APA/dpa/Reuters)