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100 Tage Van der Bellen - Weder Lob noch Tadel von Hofer

APA/ROLAND SCHLAGER
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Norbert Hofer will die bisherige Amtsführung des Bundespräsidenten Alexander van der Bellen nicht bewerten: "Loben wäre gönnerhaft und Kritik steht mir auch nicht zu".

Das Ende der traditionellen Schonfrist hat der US-Präsident Donald Trump bereits erreicht. Am 5. Mai überschreitet auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen die 100-Tage-Marke. Von seinem früheren Kontrahenten Norbert Hofer gibt es für den Neo-Amtsträger weder Lob noch Tadel. Er habe sich vorgenommen, "nach außen keine Bewertung" vorzunehmen, sagte Hofer am Dienstag der APA.

"Es wäre kein gutes Bild, wenn ein ehemaliger Mitbewerber jetzt kritisiert oder lobt", sagte der Dritte Nationalratspräsident. "Loben, das wäre gönnerhaft und Kritik steht mir auch nicht zu", sagte Hofer. "Jeder Präsident hat seinen eigenen Weg, ein Amt auszuüben. Er tut auf seine Art und Weise und es steht mit nicht zu, das zu kommentieren." Wenn er kein Kandidat gewesen wäre, "hätte ich das natürlich sofort gemacht", fügte Hofer hinzu.

Van der Bellen zieht europapolitischen Schwerpunkt durch

Van der Bellen war am 26. Jänner von der Bundesversammlung angelobt worden. Er setzte einen europapolitischen Schwerpunkt und absolvierte seine erste Auslandsreise nach Brüssel und Straßburg, wo er im Europaparlament eine programmatische Rede hielt. Danach folgten Reisen in die Schweiz und nach Deutschland Morgen, Dienstag besucht er mit der Slowakei erstmals ein mittelosteuropäisches Nachbarland.

Der slowakische Präsident Andrej Kiska gilt als Pro-Europäer und teilt die harte Haltung der Visegrad-Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei) in der Flüchtlingsfrage nicht. Hofer sprach sich im Wahlkampf auch wegen ähnlicher Interessen in der Flüchtlingspolitik für eine engere Kooperation mit den Visegrad-Staaten aus und kündigte an, Prag als Destination für seine erste Präsidentenreise zu wählen.

 

(APA)