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Hofübergabe im Élysée-Palast: Macron als Präsident angelobt

Emmanuel Macron
Emmanuel Macron(c) APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ
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Der 39-Jährige löste mit einer feierlichen Zeremonie François Hollande ab und versprach der Bevölkerung das Ende ihrer "Spaltung".

Paris. Als jüngster französischer Präsident der Geschichte hat Emmanuel Macron sein Amt im Élysée-Palast angetreten. Der 39-Jährige löste am Sonntag mit einer feierlichen Zeremonie seinen Vorgänger François Hollande ab. Er wolle den Franzosen ihr Selbstvertrauen wiedergeben, sagte Macron.

Eine Woche zuvor hatte er die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gegen die Rechtspopulistin und EU-Gegnerin Marine Le Pen gewonnen. Seine Präsidentschaft ist eine Zäsur für Frankreich, weil er nicht für eine der beiden traditionellen Regierungsparteien – Konservative und Sozialisten – angetreten war. Macron hatte unabhängig von den etablierten Parteien kandidiert und will der Wirtschaft mit Reformen neuen Schwung verleihen. Das Land leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit.

Macron wandte sich mit einer Botschaft von Optimismus und Zuversicht an seine Landsleute. Er wolle den Franzosen „Selbstvertrauen“ und die „Lust auf die Zukunft“ wiedergeben. Die Franzosen hätten sich für „die Hoffnung und den Geist der Eroberung“ entschieden. Er wolle die „Spaltungen“ in der französischen Gesellschaft überwinden und die Franzosen „schützen“. Zugleich sprach sich Macron für eine Neuausrichtung Europas aus: „Wir brauchen ein effizienteres, demokratischeres, politischeres Europa, denn es ist das Instrument unserer Macht und unserer Souveränität.“

Der frühere Wirtschaftsminister hatte zuvor vom Sozialisten François Hollande das Präsidentenamt übernommen. Der Tradition gemäß empfing Hollande seinen Nachfolger zunächst zu einem vertraulichen Gespräch im Élysée-Palast, bevor er die Pariser Machtzentrale verließ. Hollande war wegen schlechter Umfragewerte nicht wieder angetreten. Anschließend wurde Macron mit einer Zeremonie im Festsaal offiziell ins Amt eingeführt. Damit übernahm er auch das Oberkommando über die französische Armee und die Atombomben des Landes.

Die Streitkräfte begrüßten den neuen Staatschef mit militärischen Ehren und 21 Kanonenschüssen. In einem offenen Militärfahrzeug fuhr Macron nach seiner Amtseinführung über die Pariser Prachtstraße Champs-Élysées. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.05.2017)

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