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Kommentar: Jack Sock und eine Geschichte, wie sie nur der Sport schreibt

Statt zu urlauben, steht Jack Sock im Halbfinale der Londoner ATP Finals.

Eigentlich hatte Jack Sock ganz andere Pläne. Ursprünglich wollte der 24-Jährige mit John Isner in Augusta Golfen und anschließend Urlaub machen. Der vollkommen unverhoffte Erfolgslauf beim ATP-1000-Turnier in Paris aber hievte ihn im allerletzten Moment zu den World Tour Finals in London. Dort steht er nun sensationell im Halbfinale.

Socks Geschichte gleicht einem Tennismärchen. In der zweiten Runde von Paris lag er gegen den Briten Kyle Edmund im dritten Satz bereits 1:5 zurück, war also fast schon ausgeschieden. Doch der Amerikaner drehte das Match (4:6, 7:6, 7:6) und gewann vier Tage später erstmals ein Turnier der zweithöchsten Kategorie. In der Jahreswertung verbesserte sich Sock damit innerhalb einer Woche von Platz 24 auf Platz acht. Ein Höhenflug, der ihm letztlich den Startplatz in London einbrachte.

Socks Beispiel zeigt, wie nahe Erfolg und Misserfolg beieinanderliegen. Nicht selten wird ein Spiel durch einen einzigen Punkt oder wenige Zentimeter entschieden, der Sport ist dahingehend völlig erbarmungslos. Und die Reise des Jack Sock – er ist der erste Amerikaner im Halbfinale der ATP Finals seit Andy Roddick 2007 – ist immer noch nicht zu Ende. Heute trifft er auf den ebenfalls formstarken Bulgaren Grigor Dimitrov. Seine Chancen stehen gut. Im Head-to-Head führt Sock mit 3:1-Siegen.

Mails an: christoph.gastinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2017)