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Wahlkampfgeld der Tiroler Grünen von Bank eingefroren

Die Einigung der Grünen mit der Erste Bank soll am Freitag geglückt sein.APA/HELMUT FOHRINGER
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Die Landespartei dürfe für den Sanierungsplan nicht auf das Geld zugreifen, berichtet die "Tiroler Tageszeitung". Die Grünen dementieren Berichte über eine Einigung mit den Geldgebern.

Die Tiroler Grünen haben laut Informationen der "Tiroler Tageszeitung" im sogenannten "Cash Pool", einer Konstruktion zur Wahlkampffinanzierung, 200.000 Euro geparkt. Auf diese Rücklagen für den Landtagswahlkampf könne die Landespartei für die Abwicklung ihrer Finanzen derzeit jedoch nicht zugreifen, da sie von der Bank eingefroren worden seien.

Wie groß der Sanierungsbeitrag der Tiroler Grünen für die Bundesgrünen dann am Ende tatsächlich sein werde, stehe bis dato nicht fest. Jedenfalls werde die Landespartei wohl aber für den bevorstehenden Landtagswahlkampf (Tirol wählt am 25. Februar, Anm.) den Gürtel enger schnallen müssen. Laut TT rechnet man parteiintern mit einem Budget inklusive Personalkosten von 450.000 Euro. Ursprünglich hätten die Tiroler Grünen für den Urnengang rund 700.000 Euro veranschlagt, hieß es.

Zuvor hatte der "Kurier" berichtet, die Grünen hätten sich mit ihrem Kreditgeber, der Erste Bank, auf einen Sanierungsplan geeinigt. Demnach soll der Bankkredit der Partei zur Gänze abbezahlt werden. Geglückt sein soll die Einigung mit der Bank am Freitag, schreibt der "Kurier" mit Verweis auf "interne Quellen" der bei der Nationalratswahl aus dem Parlament geflogenen Partei.

Wien und Oberösterreich sollen Großteil der Schulden übernehmen

Details seien noch nicht zu erfahren gewesen, fix sei aber, dass die fünf Millionen Euro Schulden zur Gänze beglichen werden sollen; die Laufzeit des Kredits soll etwas ausgedehnt worden sein. Zuletzt stand auch ein Ausgleich (eine nur teilweise Rückzahlung) im Raum. Besiegelt werden soll der Bank-Deal nächste Woche, am Montag stehe noch eine letzte Verhandlungsrunde an, hieß es in dem Bericht.

Das Büro des interimistischen Grünen-Chefs Werner Kogler dementierte den Bericht jedoch später. Es werde nach wie vor "an mehreren Varianten" gearbeitet und darüber verhandelt, sagte eine Sprecherin zur APA. Angestrebt werde "eine Lösung Mitte Dezember", hieß es.

Helfen sollten laut Angaben des "Kurier" bei der Abwicklung die Landesparteien. Sie seien mit rund zwei Millionen Euro im Plus. Den größten Brocken sollten demnach die Landesparteien aus Wien und Oberösterreich beitragen. Mit Einnahmen durch die Landesparteienförderung von 3,8 bzw. 1,8 Millionen Euro sind diese beiden die finanzstärksten Gruppen.

>>> Bericht im "Kurier".

>>> Bericht in der "Tiroler Tageszeitung".

(APA)