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Cambridge Analytica: Was 68 Likes über Facebook-User verraten

REUTERS
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Facebooknutzer verteilen Likes oder Emoticons, wenn ihnen etwas gefällt, nicht gefällt oder traurig macht und mit jedem Klick, verraten sie immer mehr über sich selbst - ohne es zu wissen.

Facebook sieht sich mit seiner größten Krise in der Unternehmensgeschichte konfrontiert. Dafür verantwortlich ist Cambridge Analytica. Die Firma hat Facebook zur Informationsbeschaffung genutzt, aber auch über die Plattform massiv Wahlbeeinflussung betrieben. Schlagwörter wie Big Data und Micro-Targeting kreisen um das Unternehmen. Eine Firma, die sich damit rühmt, dafür gesorgt zu haben, dass Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wird und Großbritannien für einen Ausstieg aus der EU stimmt. Möglich wurde diese Arbeit überhaupt erst durch die von Michal Kosinski entwickelte Methode zur Erstellung eines psycho-demografischen Profils anhand weniger Likes.
Mit nur 68 verteilten hochgereckten Daumen lässt sich erkennen, welche Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder politische Ausrichtung jemand hat. Doch damit nicht genug.

Die Methode wurde verfeinert und ausgebaut. 70 Likes und ein Algorithmus kann den User besser einschätzen als dessen Freunde. 150 Likes und der Algorithmus ist besser als Eltern und mit 300 hat der Lebenspartner gegen die Maschine das Nachsehen. 350 und die Maschine kennt den User besser als er sich selbst.