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Riechstoff: Ein guter Parfumfrühling

Ebenso angenehm wie das milde Frühlingswetter sind die Neulancierungen des jungen Jahres.

Der heurige Parfumfrühling ist gnädig: Der echten Neulancierungen gibt es nicht wenige, und viele von ihnen sind exzellent. Und auch die sogenannten Flanker – Erweiterungen bestehender Linien – sind nicht übel. In der Nische tut sich ohnehin immer einiges Schönes: So feiert Etro mit seinem Jubiläumsduft „Udaipur“ das 50-jährige Bestehen der Marke. Die 1968er-DNA ist Etro anzusehen, Stichwort: indische Muster in jeder Hippie-Garderobe. „Udaipur“ verweist schon im Namen auf das für die italienische Marke so wichtige Land: Diese üppige florale Komposition, die sich um eine dominanten Jasmin-Sambac-Note entfaltet, ist außerordentlich gut gelungen. Begleitende Noten wie Moschus, Patschuli (natürlich!) und Bergamotte harmonisieren die dominante Blüte, nehmen ihr aber nichts von ihrer Spritzigkeit.

Parfümistisch anspruchsvoll sind auch die drei neuen „Eaux Grands Crus“ von Lan­côme: Eine Gourmand-Iris (die um vieles besser riecht, als „Iris Dragées“ verheißen mag), ein würziges Holz („Santal Kardamom“ von Amandine Marie ist eine interessante Kombination) und eine schöne Zitruskomposition: „Oranges Bigarades“ von Christophe Raynaud ist eine Ode an die herbe Bitterzitrone und wegen der Kombination mit Teenoten eine willkommene Erfrischung (bei Lancôme würde man wohl „rafraîchissemônt“ schreiben) im Sommer.

Heiß will auch das neue „Eau de Parfum Rouge“ von Narciso Rodriguez sein: Der US-Designer ist hierzulande primär für seine Parfums bekannt, und mit dem Neuzugang seiner „Narciso“-Linie gelingt zwar keine Revolution – jedenfalls aber eine harmonische Ergänzung. „Narciso“-Freundinnen werden im Angesicht dieses um Rosen- und Irisnoten erweiterten Moschusduftes sprichwörtlich erröten.