Außenpolitik

Iran: Die diskrete Korruption der Mullahs

Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, hat den Ton gegen die USA zuletzt verschärft. Auch Washington rüstet verbal auf.
Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, hat den Ton gegen die USA zuletzt verschärft. Auch Washington rüstet verbal auf.(c) APA/AFP/KHAMENEI.IR/

Führende Mitglieder des Regimes haben großen Reichtum angehäuft. Washington spielt Informationen darüber an die Öffentlichkeit, um den Unmut in Irans Bevölkerung anzuheizen.

Teheran. Fast 100 Milliarden Dollar für Revolutionsführer Ali Khamenei. Ein Kommandeur der Revolutionsgarden mit dem Spitznamen „General Milliardär“ und einer Vorliebe für Luxuswohnungen. Ein Teheraner Spitzenpolitiker mit mehr als 60 Bankkonten. Mitglieder der iranischen Elite nehmen es mit dem islamischen Gebot der Bescheidenheit nicht immer sehr genau. Jetzt wird die Korruption zum internationalen Thema, denn die US-Regierung nutzt den öffentlichen Hinweis auf die illegalen Reichtümer der Führungsspitze in Teheran, um den Unmut in der iranischen Bevölkerung anzuheizen.