Schnellauswahl

Falsche OP-Protokolle im Wiener AKH

Clemens Fabry

Untersuchung. Ein im AKH tätiger Chirurg ließ in Dutzenden Fällen seinen Namen in Operationsprotokolle eintragen – obwohl er nicht selbst operierte.

Der Anfang der Geschichte erinnert an die BVT-Affäre: Ein anonymes Dossier wird verschickt. Darin werden diverse Anschuldigungen erhoben. Die Staatsanwaltschaft prüft. Doch dann geht die Geschichte – es ist die Geschichte eines Arztes – eigene Wege: Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren ein. Fall also abgeschlossen? Für die Med-Uni Wien jedenfalls nicht. Die Rede ist von einem AKH-Chirurgen. Dieser ist für falsche Operationsprotokolle verantwortlich. Der Chirurg scheint in mehreren Protokollen als Operateur namentlich auf – doch nicht er, sondern ein anderer Arzt hat operiert.