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Pensions-Ranking: Österreich nur im hinteren Drittel

Österreichs Pensionssystem ist nicht nachhaltig, befindet der Berater Mercer.(c) Clemens Fabry
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Grafik Mercer hat die Pensionssysteme in 34 Ländern untersucht. Österreich landet auf dem enttäuschenden 24. Platz. Bei der Nachhaltigkeit liegt nur Italien schlechter.

Der „Melbourne Mercer Global Pension Index“ (MMGPI) vergleicht die Pensionssysteme von 34 Ländern anhand der Kriterien der Nachhaltigkeit, der Integrität und der Angemessenheit. Dabei fließt nicht nur das gesetzliche Rentensystem in die Bewertung ein, sondern auch betriebliche und private Vorsorge. Im Ranking kommt Österreich nicht gut weg. Im Gesamtindex kommt Österreich gerade einmal auf Platz 24, auch wenn der Indexwert von 53,1 im Vorjahr auf 54 Punkte angestiegen ist. Ursächlich dafür sind laut Studie minimale Verbesserungen in jeder der drei Unterkategorien.

(c) MMGPI

Am besten schneidet Österreich noch bei der Angemessenheit mit Rang 12 ab. Dort zählt, wie viel Pension ein Durchschnittsverdiener bekommt und wie hoch die Mindestpension liegt. Dagegen ist bei der Bewertung der Nachhaltigkeit des Pensionssystems nur der südliche Nachbar Italien schlechter bewertet. Hier wurde aufgrund der schwachen Indexzahl von 21,5 nur die schlechteste Note „E“ vergeben. In der Studie wird Österreich dringend empfohlen, das Eintrittsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.

Die laut Studie besten Pensionssysteme finden sich in Dänemark, den Niederlanden und Australien. Dort wird die hohe Integrität der Systeme hervorgehoben, die einen Fokus auf eine gesicherte Finanzierung aufweisen, wie sie normalerweise auch in der privaten Vorsorge zu finden sind. Damit sich Länder in dieser Kategorie verbessern, müssen sie unangemessene Rücklagen für Renten und die hohe Staatsverschuldung zu reduzieren.

Den Österreichern werde kein reiner Wein eingeschenkt, kritisieren die Neos: "Die aktuelle Bundesregierung unter Kanzler Kurz weigert sich, ehrlich gegenüber den Bürgerinnen und Bürger zu sein. Kommt es zu keiner umfassenden Reform, dann werden kommende Generationen deutliche Einbußen hinnehmen müssen", so Sozialsprecher Gerald Loacker in einer Aussendung.

>>> Studie "MMGPI" im Detail

(red./herbas)