Superbowl-Sieger wollen Trump nicht besuchen

Super Bowl LIII - New England Patriots v Los Angeles Rams
Patriots-Verteidiger Devin McCourty beim Superbowl: Er werde eine etwaige Einaldung Trumps nicht annehmen, sagte er nach dem Sieg.(c) REUTERS (Kevin Lamarque)

Erste Football-Profis der New England Patriots haben angekündigt, eine Einladung ins Weiße Haus auszuschlagen. Einer will gar lieber Obama besuchen.

Die ersten Football-Profis der New England Patriots haben nach dem Super-Bowl-Triumph ihren Verzicht auf einen möglichen Besuch im Weißen Haus erklärt. Im Falle einer Einladung durch US-Präsident Donald Trump würde er sich dem Team nicht anschließen, sagte Verteidiger Devin McCourty (31) am Montag (Ortszeit) bei Feierlichkeiten nach der Rückkehr nach Foxborough.

Sein Zwillingsbruder Jason tendiert auch zu einer persönlichen Absage. "Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, aber ich bezweifele es stark", sagte McCourty. Die Patriots hatten mit dem 13:3-Sieg im NFL-Finale über die Los Angeles Rams am Sonntag in Atlanta zum sechsten Mal die Super Bowl gewonnen.

"Obama kann mich anrufen"

Abwehrspieler Duron Harmon erklärte, dass er eine Einladung ausschlagen würde. "Sie wollen mich nicht im Weißen Haus", sagte der 28-Jährige dem Internetportal "tmz.com" als Begründung. Harmon würde es gefallen, wenn die Patriots wie zuletzt der NBA-Meister Golden State Warriors stattdessen den Ex-Präsidenten Barack Obama besuchen würden. "Das wäre dope. Obama kann mich anrufen, wir lieben dich hier."

2018 lud Trump ein Team wieder aus

Es ist Tradition, dass der amerikanische Präsident die siegreichen Meisterteams der großen Sportarten ins Weiße Haus einlädt. Als die Patriots zuletzt vor zwei Spielzeiten den Titel geholt hatten, hatten einige Spieler ihr Fehlen mit der Politik Trumps begründet. Auch Star-Quarterback Tom Brady, eigentlich guter Freund des Präsidenten, war nicht dabei gewesen und hatte persönliche Gründe angeführt. Vergangenes Jahr hatte Trump den NFL-Meister Philadelphia Eagles wieder ausgeladen, weil eine Vielzahl von Spielern fernbleiben wollte.

(APA/dpa)