Konsortium um Rene Benko übernimmt Flughafen Bozen

Die Unternehmer Rene Benko, Hans Peter Haselsteiner und Josef Gostner erhalten den Zuschlag für den Flughafen Bozen.

Der Flughafen Bozen geht in private Hände. Ein Konsortium rund um den Immobilieninvestor Rene Benko, den Industriellen Hans Peter Haselsteiner sowie den Bozner Unternehmer Josef Gostner hat sich laut Medienberichten mit seinem Angebot den Zuschlag für die Flughafengesellschaft ABD gesichert, die dem Land Südtirol gehört.

Ende Mai soll die Holding der Unternehmer die operative Führung des Flugplatzes übernehmen, hieß es. Der Kaufpreis soll kolportierte vier Millionen Euro betragen. Das Trio hatte mit seiner privaten ABD Holding das einzige Angebot zum Kauf der zu 100 Prozent im Landeseigentum stehenden Betreibergesellschaft gelegt. Nun hat die Wettbewerbskommission das Gebot der ABD Holding auf die technischen Aspekte hin geprüft - und mit 93,7 Punkten beinahe die volle Punktezahl vergeben.

Die privaten Betreiber wollen offenbar möglichst schnell wieder Linienflüge anbieten. Zunächst seien zwei Flüge pro Tag nach Rom geplant. Sie sollen in der Früh und am Abend erfolgen. Auch München, Frankfurt und Wien werden laut einem Bericht der Tageszeitung "Dolomiten" als mögliche weitere Flugziele ins Auge gefasst. Langfristig würden bis zu zehn Flüge ab Bozen am Tag angepeilt.

Das Land Südtirol hatte im November vergangenen Jahres beschlossen, seine hundertprozentige Beteiligung an der Flughafenbetreibergesellschaft ABD abzustoßen. Der Beschluss war die Folge des Ergebnisses einer Volksbefragung aus dem Jahr 2016, in dem sich eine Mehrheit gegen eine weitere öffentliche Mitfinanzierung des Flughafens ausgesprochen hatte.