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Die Pressefreiheit ist immer in Gefahr

Kunstinstallation in Alpbach zum Thema "Freiheit und Sicherheit"
Kunstinstallation in Alpbach zum Thema "Freiheit und Sicherheit"APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Debatte Regierende wie Konzerne würden gerne kontrollieren, was Medien über sie berichten. Gelingt das, haben wir ein Problem. Scheitert das, haben wir die perfekte Pressefreiheit.

Es waren die drei „Z“, die das ganze Video beschreiben: mit seinem Ibiza-Engagement ließ Heinz-Christian Strache alle an seinen medienpolitischen Fantasien teilhaben. Kaum wäre demnach ein neuer – FPÖ-gewogener – Eigentümer bei der „Krone“ an Bord, könnte er mit zwei, drei Journalisten seiner Wahl die Berichterstattung prägen. Strache hätte auch „Ratz-Fatz“ sagen können. Denn: „Journalisten sind Huren.“ Vielleicht kennt er sich da aus.

Diese skandalösen Aussagen, die in den vergangenen Monaten von vielen verharmlost wurden, führten in Österreichs Medienszene – fern der Öffentlichkeit – zu völlig überraschenden Veränderungen. Die „Krone“-Redaktion, allen voran Herausgeber Christoph Dichand, war geschockt bis zornig. Und sie suchte den Schulterschluss zu den anderen Medien, die sie bisher großzügig ignorierte. Fast alle Mitbewerber – bisher der „Krone“ mit kühler Distanz und klarer Kritik verbunden – nahmen das Gesprächsangebot an und verwehrten sich in einer gemeinsamen, deutlichen Erklärung gegen die Strache'schen Ideen. Dem Alt-FPÖ-Chef war gelungen, was noch keinem gelungen war: Fast alle Chefredakteure konkurrierender, mitunter gar verfeindeter Medien an einen Tisch und zu einem gemeinsamen Vorgehen zusammenzubekommen. Bravo HC Strache.