Im Keller: „Grauburgunder Ried Wilhelmshöhe" vom Weingut Warga-Hack

(c) Beigestellt

Ein spannender Wein ohne viel Brimborium.

Rainer Hack mag es nicht, wenn man Weine „interpretieren muss" wie abstrakte Bilder. Ein guter Wein erklärt sich selbst, ohne großes Brimborium, sagt der Winzer aus Kitzeck im Sausal in der Südsteiermark. Und damit seine Weine quasi selbsterklärend sind, setzt er voll auf biologischen Weinbau. Biodynamisch sogar. Eine seiner ersten Lagen, die er völlig auf Bio umgestellt hat, ist die Ried Wilhelmshöhe. Es ist eine seiner ältesten Lagen mit 45 Jahre alten Reben. „Eine gute, luftige Lage", sagt Hack. Sie erstreckt sich auf bis zu 600 Meter Seehöhe, ist karg und bringt wenig Ertrag. Dort wächst sein Grauburgunder. Bei uns gibt es den Ruländer, wie er früher genannt wurde, nur noch selten – und das völlig zu Recht. Umso erstaunlicher ist es, dass für das Weingut Warga-Hack der „Grauburgunder Ried Wilhelmshöhe" eine Art Aushängeschild ist. Es ist ein sehr mineralischer, engmaschiger Wein mit beachtlicher Struktur. Der 2017er ist noch verhalten, braucht viel Luft. Ein spannender Wein ohne viel Brimborium.

Warga-Hack, „Grauburgunder Ried Wilhelmshöhe", 21 Euro, www.warga-hack.at