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Kommentar

SPÖ - nicht links, nicht rechts, sondern hinten

Was wird nun aus der SPÖ? Und Pamela Rendi-Wagner?

Das Ergebnis ist eines, das keine eindeutigen Schlüsse zulässt. Es ist einerseits desaströs: Stimmen verloren, den Rückstand auf die ÖVP vergrößert. Den Kanzler traute man Pamela Rendi-Wagner einfach nicht zu. Andererseits hat sie einen flotten Wahlkampf hingelegt und ihrer zerstrittenen und maroden Partei Beine gemacht. Die Schmach von Platz drei blieb ihr letztlich erspart.

Muss Rendi-Wagner nun gehen? Soll die Partei von sich aus in der Opposition bleiben? Oder übernimmt nun doch Doris Bures und führt sie als Vizekanzlerin in eine Regierung. Diese Fragen sind heute nicht zu beantworten.

Die SPÖ von heute ist nicht Fisch, nicht Fleisch. Immer weniger Menschen wissen, wozu man sie wählen soll. In den wichtigsten Themenfeldern, der Migration und dem Klima, fehlt der SPÖ die Glaubwürdigkeit. Der Learnig-by-doing-Wahlkampf einer unerfahrenen Spitzenkandidatin war da noch ein geringeres Problem.

E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

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