Eulenspiegel

Daniel Kehlmanns "Tyll" wird eine Netflix-Serie

Daniel Kehlmann hat ein Gespür dafür, was Leser fesselt.
Daniel Kehlmann hat ein Gespür dafür, was Leser fesselt.Die Presse

Kehlmann hat Tyll Eulenspiegels Leben in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verlegt. Das bietet viel Stoff für eine Serie.

Mit „Tyll“ entwarf Daniel Kehlmann das Panorama des Dreißigjährigen Krieges und zeigte: Narren wie heute gab es auch damals. Das Buch passt wohl in das Genre „historischer Fantasyliteratur“ - und machte damit auch den Streamingdienst Netflix auf sich aufmerksam: Der Roman wird als Serie verfilmt. Produziert wird sie von Baran Bo Odar und Jantje Friese (Dark Ways), die schon die Netflix-Serie "Dark" entwickelt haben. Das verkündete Netflix während der Frankfurter Buchmesse.

Im fast 500-seitige Roman begegnet man Tyll auf seinem Lebensweg, als Kind, Gaukler, Hofnarr und Soldat, aber auch anderen Charakteren, wie dem jungen ehrgeizigen Jesuiten und „Universalgelehrten“ des 17. Jahrhunderts, Athanasius Kircher, mit seinem skrupellosenWillen zur Macht und einer großer Begabungzur Blendung oder dem „Winterkönigspaar“ Friedrich V. und Liz Stuart, das entfernt an den dämlichen Herzkönig und die herrschsüchtige Herzkönigin aus „Alice im Wunderland“ erinnert.

"Mit 600.000 verkauften Exemplaren allein in Deutschland ist die fesselnde Erzählung Tyll ein großer Erfolg und wird bereits in 22 Ländern verkauft", hieß es von Netflix. Außerdem habe man sich die Rechte an zwei weiteren populären Romanen gesichert: "Folk med angest" (etwa: Menschen mit Angst) des schwedischen Autors Fredrik Backman sowie "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" der türkischen Schriftstellerin Elif Shafak. Die Produktionen sollten in Kürze starten. (red.)

 

(APA/dpa)

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